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Titel

Dear Future Children

Originaltitel

Dear Future Children

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2021

Herkunftsländer

Deutschland

Länge

01:28:57 (hh:mm:ss)

Sprachversion

OmU

Sprache Ton

Regie

Franz Böhm

DarstellerInnen

Kinodokumentation mit Protagonistinnen: Hilda (Uganda), Rayen (Chile) und Pepper (Hong Kong).

Verleiher

Stadtkino

Inhalt

Der Dokumentarfilm porträtiert drei Aktivistinnen Anfang 20 auf drei Kontinenten: Hilda kämpft in Uganda für Klimaschutz, Rayen demonstriert in Chile für soziale Gerechtigkeit und Pepper demonstriert in Hong Kong für Demokratie. Die Kamera begleitet die drei nicht nur bei brutalen Straßenkämpfen, sondern auch in stillen Momenten, in denen sie die Auswirkung ihrer exponierten Tätigkeit auf ihr eigenes Leben reflektieren.
Der Film wurde in englischer Originalfassung mit deutschsprachigen Untertiteln gesehen.

Alterskennzeichnung

Die Kamera ist teils mitten im Geschehen und dokumentiert unangemessene Polizeigewalt wie das Niederknüppeln wehrloser Demonstrierender. In einem sehr unscharfen Handyvideo wird der Tod eines Demonstranten festgehalten. Zahlreiche Ersthelfer kämpfen um das Leben des Betroffenen, den der Rettungswagen wegen einer Polizeisperre nicht erreicht. Belastend sind auch der Besuch bei den Eltern des verstorbenen Demonstranten wie auch der Auftritt einer jener 400 Personen, die bei chilenischen Demos durch Polizeigeschoße ein Auge verloren haben.
Alle Ereignisse werden durchaus emotional transportiert, die Zukunft der Akteurinnen und damit das Ende des Films bleibt offen bis ernüchternd.
Entlastend ist zu sehen, dass der Film englisch mit deutschsprachigen Untertiteln gehalten ist, sodass sich nicht alle genannten Belastungen jüngeren Zusehenden voll erschließen.
Die Kommission empfiehlt daher eine Freigabe ab 12 Jahren.

Positivkennzeichnung

Dem Film gelingt es, die existentielle Not zu schildern, aus der heraus die drei porträtierten Frauen zu – teils gewaltbereiten – Aktivistinnen werden. Den drei Hauptfiguren wird ausreichend Raum gegeben zu erklären, was ihre Ziele sind und wieso sie dafür einstehen. Darüber hinaus wird auch ihr Zweifel gezeigt und welche Opfer sie für ihren Kampf bringen müssen. Dass drei Frauen Anfang 20 im Mittelpunkt stehen, die von einem noch jüngeren Regisseur begleitet werden, macht den Film für ein jugendliches Publikum wegen der Nähe im Lebensalter umso interessanter.
Die Kommission spricht sich daher einstimmig für ein „empfehlenswert ab 12 Jahren als Dokumentation/Diskussionsfilm“ aus. Jüngere sollten den Film nach Möglichkeit begleitet sehen, um das Gesehene besser einordnen und verarbeiten zu können. Die Zusehenden müssen weiters mit Untertiteln umgehen können.


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