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Titel

Die Legende der Weihnachtshexe

Originaltitel

La Befana vien di notte: Le origini

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2021

Herkunftsländer

Italien, Spanien

Länge

01:56:43 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Paola Randi

DarstellerInnen

Zoe Massenti (Paola / Befana), Monica Bellucci (Dolores), Fabio de Luigi (Baron de Michelis), Alessandro Haber (Marchese), Herbert Ballerina (Marmotta), Guia Jelo (Donna Isa), Mario Luciani (Chicco), Giulietta Rebeggiani (Anita), Oro de Commarque (Pallina), Vincenzo Sebastiani (Tivoli), Alessio di Domenicantono (Rolli), Leonida Grillone (Mario)

Verleiher

Einhorn Film

Inhalt

Die Geschichte spielt in einem märchenhaften Dorf in Italien, im 18. Jahrhundert.
Paola ist ein Waisenkind und sichert sich ihr Überleben durch Diebstähle, die sie gemeinsam mit ihrem Freund Chicco durchführt. Mit viel Raffinesse und äußerst geschickt bestehlen sie die Wohlhabenden mit dem erklärten Ziel, der Armut ein für alle Male zu entfliehen. Als sie jedoch bei einem ihrer Coups vom teuflischen Baron de Michelis ertappt werden, der noch dazu ein gefährlicher Hexenjäger ist, soll Paola für ihre Taten auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Aber das Schicksal hat anderes mit ihr vor, denn plötzlich und unerwartet kommt ihr die Hexe Dolores zu Hilfe und rettet sie vor dem sicheren Tod. Dolores bietet Paola ein Heim an, denn sie lebt in ihrem Hexenhaus gemeinsam mit einer Schar von Waisenkindern. Paola lernt dort die Magie der Hexen kennen, doch will sie diese nützen, um an ihren Plänen für den einen großen Coup festzuhalten, was wiederum den Hexenjäger auf den Plan ruft, der die Vernichtung aller Hexen plant. Paola kann ihre neue Familie jedoch nur retten, wenn sie ihrer wahren Berufung Folge leistet …

Alterskennzeichnung

„Die Legende der Weihnachtshexe“ ist ein Prequel zu dem Film „Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe“ aus dem Jahr 2019 und stellt die in Italien bekannte und gefeierte Märchenfigur der Befana in den Mittelpunkt der Erzählung. Diese ist in unseren Breiten nahezu unbekannt und auch durch diesen Film wird die traditionelle italienische Figur den Rezipient/innen nicht nähergebracht, da keinerlei Hintergrundinformation über die Entstehung der Legende der Weihnachtshexe vermittelt wird.
Der Film hat eine deutliche Überlänge von fast zwei Stunden zu verzeichnen und es gibt etliche Szenen und Schreckmomente, die für ein ganz junges Publikum emotional verstörend wirken könnten. Man sieht zum Beispiel in der Anfangsszene, wie eine Mutter ihr Baby in einem Boot aus Baumrinde dem Fluss preisgibt. In weiterer Folge soll ein junges Mädchen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Erst in letzter Minute kann sie vor dem sicheren Flammentod gerettet werden. Ein Mädchen wird von einem Mann brutal gewürgt, wird aber gerade noch rechtzeitig vor dem Erstickungstod bewahrt. Kinder müssen Sklavenarbeiten verrichten, werden in kleine Ferkelchen verwandelt und eines wird scheinbar von einem Metzger mittels Hackbeils brutal geschlachtet, wobei es längere Zeit dauert, bis die Szene positiv aufgelöst wird. Unter den klar erkennbaren Bösewichten kommt es zu zwei Tötungen, die jedoch weder explizit gezeigt noch visuell ausgeschlachtet werden.
Schwerer hingegen wiegt der Mord an der Mutter einer Hauptprotagonistin, die mit einem Säbel brutal erstochen wird. Auch ein Bischof kommt durch einen Messerstich ums Leben und eine weitere Hauptfigur wird angeschossen und stirbt in der Folge, erscheint aber wieder als mystisch verklärter Geist.
Die Hauptprotagonistin zeigt sich nicht als Sympathieträgerin, handelt sie doch fast ausschließlich egoistisch und selbstsüchtig. Zudem behandelt sie ihren Freund herablassend und verächtlich und zeigt im Allgemeinen kaum Mitgefühl mit den anderen Waisenkindern. Erst gegen Ende des Filmes wirkt die Hauptprotagonistin geläutert und beginnt Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Es wird den Rezipient/innen nicht leicht gemacht, sich empathisch auf den Film einzulassen, da es eigentlich keine Identifikationsfiguren gibt, die als Role Model dienen könnten. Somit bleibt eine emotionale Distanz erhalten, die durch die sprunghaften und vielfach nicht nachvollziehbaren Erzählstränge noch verstärkt wird.
Das Setting des Filmes ist in einer lebensfernen märchenhaften Welt angesiedelt, wo es oftmals grausam und brutal zugeht, jedoch gibt es immer wieder längere Sequenzen, die durch humorvolle Einlagen und stimmungsvolle Bilder entlastend wirken können. Auch das positive Ende des Filmes mit seiner etwas grotesk anmutenden musikalischen Tanzeinlage trägt dazu bei, dass die emotional verstörenden Momente des Filmes nicht langanhaltend nachwirken sollten.
Die Kommission empfiehlt daher nach langer Diskussion folgende Altersfreigabe: „Freigegeben ab 8 Jahren“

Positivkennzeichnung

keine


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