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Titel

Nina und das Geheimnis des Igels

Originaltitel

Nina et le secret du hérisson

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2023

Herkunftsländer

Frankreich, Luxemburg

Länge

01:19:40 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Alain Gagnol, Jean-Loup Felicioli

DarstellerInnen

Animation - Sprecher/innen D - nicht bekannt!

Verleiher

Panda Lichtspiele Filmverleih GmbH

Inhalt

Die zehnjährige Nina liebt die allabendlichen Geschichten ihres Vaters. Seit ihr Papa in der Fabrik, in der er arbeitet, einen Igel gerettet hat, kommt in den Geschichten regelmäßig ein Stacheltier in schwarz-weiß vor. Doch dann verliert der Vater seinen Job und Ninas Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft. Ninas Papa lacht nicht mehr und er erzählt auch keine Geschichten mehr. Deshalb fasst Nina mit Hilfe ihres imaginären Freundes, des schwarz-weißen Igels, und mit Hilfe ihres besten Freundes Mehdi einen gewagten Plan: Sie will das Geld finden, das gerüchteweise noch in der Fabrik sein soll. Damit will sie allen arbeitslos gewordenen Menschen helfen und ihren Vater wieder froh machen ...

Alterskennzeichnung

Vor allem die sehr spannenden Gefahrenszenen gegen Ende des Films, als sich die Hauptfigur auf einem Dach befindet und abzustürzen droht, stellen eine Überforderung für die Allerjüngsten dar. Davon abgesehen wirkt der Hund – vor allem, als er das erste Mal um die Ecke kommt – recht bedrohlich und könnte dieser Altersgruppe Angst machen. Zu beachten ist außerdem, dass die beiden Hauptfiguren illegal in die Fabrik einbrechen – selbst wenn sie sich an und für sich für eine gute Sache einsetzen. Dieses Verhalten sollte ein junges Publikum zumindest in Ansätzen reflektieren und entsprechend einordnen können. Die Auflösung hinsichtlich des Geldes (die hier nicht verraten werden soll) wurde als gelungen und fair gegenüber allen Beteiligten beurteilt – und daher auch als entlastend. Einige wenige Schimpfwörter wurden von einem Kommissionsmitglied ebenfalls als Grund für eine Einschränkung genannt („freigegeben ab 6 Jahren“).

Positivkennzeichnung

Die beiden Regisseure Alain Gagnol und Jean-Loup Felicioli haben ein so genanntes Heist-Movie für Kinder gedreht. Sie zeigen die Planung, Vorbereitung und Durchführung eines spektakulären Raubes aus der Perspektive der kindlichen „Täter/innen“, die gleichzeitig die Sympathieträger/innen sind. Der Kommission war bewusst, dass die Kinder mit dem Eindringen in die Fabrik eigentlich gesetzeswidrig agieren, aber der Ansatz, einen Genrefilm für Kinder zu machen, wurde als „sehr erfrischend“ bewertet. Der Leitgedanke der Kinder ist es, helfen zu wollen, und dass sie mitfühlend denken, zeigt sich z. B. daran, dass Nina am Ende dem Hund hilft, der sie eigentlich immer bedroht hat. Die Themen des Films sind durchaus ernst (Arbeitslosigkeit usw.), und besonders sensibel eingebunden wird etwa die Grundwahrheit, dass man manchmal auch „Traurigkeit zulassen“ darf. Der Umgang in den Familien der beiden Hauptfiguren ist stets liebevoll und fürsorglich. Besonders gut sieht man das am Beispiel von Mehdis älterem Bruder Sami, der sich in Liebesangelegenheiten nicht lustig über ihn macht, sondern der Mehdi Tipps gibt, die ihm wirklich weiterhelfen. Wunderschön in 2D gezeichnet machen auch viele einfallsreiche Details Freude, beispielsweise die Denkblasen des Hundes, die „Nina“-Türschilder oder die Zeichnungen an den Wänden. Für den Igel ließen sich die Filmemacher von (schwarz-weißen) Cartoons aus den 1920er-Jahren (Mickey Mouse u.a.) inspirieren. Spannende Szenen wie etwa eine Verfolgungsjagd sind temporeich inszeniert und mit schwungvoller Dixieland-Musik unterlegt, was wiederum entlastend wirkt – wie überhaupt der Musikeinsatz sehr gelungen ist („empfehlenswert als spannender Animationsfilm für Kinder ab 8 Jahren“).


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