JMK
Filmdatenbank Sucheergebnis
Suchergebnisse in alphabetischer Reihenfolge:
Titel | Tumult im Urwald |
---|
Originaltitel | Sauvages |
---|
Filmtyp | Langfilm |
---|
Herstellungsjahr | 2023 |
---|
Herkunftsländer | Belgien, Frankreich, Großbritannien, Schweiz |
---|
Länge | 01:36:43 (hh:mm:ss) |
---|
Sprachversion | dt.synchr. |
---|
Sprache Ton | |
---|
Regie | Claude Barras |
---|
DarstellerInnen | Animation - - Mitwirkende: Keria, Selaï, Selaïs Mutter, Kerias und Selaïs Grossmutter, Mutang, Along Sega, Jeanne, der Vorarbeiter; Sprecher/innen D – nicht bekannt |
---|
Verleiher | Panda Lichtspiele Filmverleih GmbH |
---|
Inhalt | Ein Stopmotion-Animationsfilm von Claude Barras: Die elfjährige Keria lebt mit ihrem Vater auf der Insel Borneo, nahe dem Regenwald. Als Holzfäller eine Orang-Utan-Mutter töten, rettet sie deren Baby und nimmt das verwaiste Jungtier bei sich auf. Sie nennt ihn Oshi und versorgt das Baby liebevoll. Gleichzeitig sucht ihr Cousin Selaï Zuflucht bei ihnen, da seine Nomadenfamilie der Penan im Konflikt mit den Palmöl-Produzenten steht, die den Regenwald abholzen möchten. Keria nimmt Selaï nur widerwillig auf, und als er nach einem Streit in den Dschungel zurückkehrt, folgt ihm Oshi. Keria macht sich auf die Suche nach ihnen und gemeinsam kämpfen die drei gegen die Zerstörung des Regenwaldes und der Heimat der Penan. Dabei erfährt Keria auch die Wahrheit über ihre Familie. Ein spannendes Abenteuer über Mut, Zusammenhalt und den Kampf für die Natur hebt an … |
---|
Alterskennzeichnung | Der Film enthält mehrere Spannungsmomente und belastende Ereignisse, die für ganz junge Zusehende herausfordernd sein können. Zu Beginn wird eine Orang-Utan-Mutter erschossen, ihr Junges bleibt hilflos zurück. Die Hauptprotagonistin verirrt sich im unheimlichen Regenwald und gerät mehrfach in Gefahr. In einer Szene wird auf der Erzählebene berichtet, dass mehrere Frauen, unter anderem die Mutter des Mädchens, von den skrupellosen Mitarbeitern des Palmölkonzerns getötet wurden – eine verstörende Information, die jedoch nicht bildlich dargestellt wird. Der kleine Orang-Utan wird von einer Giftschlange gebissen und droht zu sterben. Zudem sprengt das Mädchen aus Rache ein Auto und droht zu ertrinken, wird jedoch von einem Jaguar gerettet. Trotz der ruhigen Erzählweise sind einige Szenen emotional intensiv. Die Stop-Motion-Animation und die malerischen Naturaufnahmen ermöglichen jedoch eine gewisse Distanzierung. Zudem ist das Ende des Filmes sehr positiv und hoffnungsvoll, daher entschied die Kommission, den Film ab 8 Jahren freizugeben. Ab diesem Alter ist der Film emotional ohne nachhaltige Verstörung verkraftbar.
|
---|
Positivkennzeichnung | Nach seinem viel beachteten Werk „Mein Leben als Zucchini“ präsentiert Claude Barras mit seinem zweiten Stop-Motion-Animationsfilm eine eindrucksvolle Reise in den Regenwald Borneos und thematisiert sowohl den Generationenaustausch als auch die bedrohliche Abholzung des Waldes. Inspiriert vom indigenen Volk der Penan, mit dem Barras mehrere Wochen in der Natur verbrachte, floss deren Lebensweise und Perspektive direkt in die Handlung ein. Die Penan waren zudem aktiv an der Entwicklung des Drehbuchs beteiligt, wodurch der Film eine besondere Authentizität erhält. Der Film besticht durch seine herausragende Machart und die gelungene Verbindung von moderner Technik mit ursprünglicher Lebensweise. Besonders positiv hervorzuheben ist die authentische Darstellung der Figuren – sie sind vielschichtig und nicht idealisiert, was die Geschichte nahbar macht. Jugendliche werden ermutigt, soziale Medien für sinnvolle Zwecke zu nutzen und aktiv zu werden. Die Geschichte thematisiert die Abholzung der Regenwälder für die Palmölproduktion und stellt die skrupellosen Methoden der Industrie in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wird die indigene Bevölkerung respektvoll dargestellt: naturverbunden, aber keineswegs rückständig. Mit starken weiblichen Hauptfiguren und wichtigen sozio-ökologischen Themen bietet der Film viel Diskussionsstoff und vermittelt eine kraftvolle Botschaft über Umweltschutz und Zivilcourage. Daher sprach sich die Kommission für folgende Positivkennzeichnung aus: „Sehr empfehlenswert ab 10 Jahren als ökologische Fabel“. |
---|
<< Zurück zu den Suchergebnissen |