Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Sketch

Originaltitel: Sketch
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: USA
Länge: 01:30:40 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Seth Worley
DarstellerInnen: Tony Hale (Taylor Wyatt), D’Arcy Carden (Liz Wyatt), Bianca Belle (Amb( Wyatt), Kue Lawrence (Jack Wyatt), Kalon Cox (Bowman Lynch), Jaxen Kenner (Demarcus), Genesis Rose Brown (Carson), Randa Newman (Miss Thompson), Allie McCulloch (Ally Wyatt), Nadia Benavides (Dr. Land), Dajanae Cole (Maggie), Josh Inocalla (Rick)
Verleiher: Kinostar Filmverleih GmbH

Inhalt: Nach dem Tod der Mutter reagiert jedes Familienmitglied anders auf die Trauer: Vater Taylor zieht sich zurück und versteckt Erinnerungsstücke, Tochter Amber entlädt ihre Wut und Trauer in düsteren Zeichnungen, während Sohn Jack versucht, beide zu stützen und dabei seine eigenen Gefühle hintanzustellen. Als Ambers Skizzenbuch in einen geheimnisvollen Teich fällt, erwachen die monströsen Figuren zum Leben und bedrohen die Kleinstadt. Die Familie muss sich den unheimlichen Gestalten stellen und erkennen, dass sie das Chaos nur durch Zusammenhalt und die Auseinandersetzung mit ihrem Schmerz überwinden kann ...

Alterskennzeichnung: Der Film thematisiert den Tod der Mutter und die damit verbundene Trauer der Familie, was emotional anspruchsvoll und stellenweise belastend wirken kann. Einzelne Sequenzen entfalten durch klassische Horror-Soundtrack-Elemente und genretypische Schreckmomente eine beklemmende Atmosphäre. Die Monster sind teils furchterregend gestaltet und ihre Geräusche heftig. Eine sehr lange Sequenz mit spinnenartigen Kreaturen, die im Haus ihr Unwesen treiben, wurde als besonders fordernd eingestuft. In einer Szene wird ein kleiner Junge von einem Monster gewürgt, er kann jedoch rasch gerettet werden und das Wesen wird besiegt. Trotz dieser Spannungselemente gibt es keine Verletzungen oder Todesfälle, und der Film endet versöhnlich und positiv. Als störend und für einen Kinderfilm unangemessen bewertete die Kommission den Abspann, in dem eine lange Werbung für eine App mit In-App-Käufen von zwei Darsteller/innen präsentiert wird.
Die Kommission entschied sich für eine Altersfreigabe ab 10 Jahren, da ab diesem Alter das Bedürfnis nach Gruselgeschichten befriedigt wird, ohne dass eine nachhaltige emotionale Überforderung zu befürchten ist.

Positivkennzeichnung: Der Film erzählt eine spannende Geschichte, die gleichzeitig eine tiefere Botschaft vermittelt: Trauer und Verlust lassen sich nicht verdrängen, sondern müssen bewusst gelebt und verarbeitet werden. Besonders das Mädchen zeigt einen positiven Umgang, indem sie ihre Wut und ihren Schmerz in Zeichnungen kanalisiert. Diese kreative Form des Ausdrucks richtet keinen Schaden an, sondern wird zum Schlüssel, um den eigenen Gefühlen Raum zu geben. Die fantasievolle Idee, dass die Zeichnungen lebendig werden, verleiht dem Film eine besondere Bildkraft, die kindgerecht und zugleich aufregend wirkt. Unterstützende Erwachsene und solidarische Kinderfiguren vermitteln Werte wie Zusammenhalt, Verantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Produktion überzeugt durch gelungene Machart, eine klare Botschaft und eine bildstarke Umsetzung, die sowohl Gruselatmosphäre als auch Hoffnung transportiert. Damit vermittelt der Film, dass kreative Wege helfen können, schwere Erfahrungen zu bewältigen, und dass daraus sogar Stärke und Hoffnung entstehen kann. Verdrängung wird nicht als Lösung gezeigt, vielmehr steht der offene Umgang mit Gefühlen im Mittelpunkt.
Die Kommission entschloss sich daher, den Film folgendermaßen hervorzuheben: „Empfehlenswert ab 12 Jahren als kreativer Gruselfilm“.

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