Titel: How to be Normal and the Oddness of the other World Originaltitel: How to be Normal and the Oddness of the other World Filmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2025Herkunftsländer: ÖsterreichLänge: 01:42:42 (hh:mm:ss)Sprachversion: deutschSprache Ton: Regie: Florian Pochlatko DarstellerInnen: Luisa-Céline Gaffron (Pia), Elke Winkens (Elfie), Cornelius Obonya (Klaus), Harald Krassnitzer (Kommissar Moritz Fuchs-Müller), Felix Pöchhacker (Joni), Lion Thomas Tatzber (Lenni), Wesley Joseph Byrne (Ned), David Scheid (Till), Oliver Rosskopf (Paul), Jutta Fastian (Dana Schaller), Dagmar Kutzenberger (Frau Weixner), Martina Poel (Lennis Mutter), Christian Holzmann (Polizist), Gregor Kohlhofer (Angestellter), Tamara Semzov (Freundin), Gordan Kukic (Polizist), Fanny Altenburger (Patientin), Ruchi Bajaj (Doctor), Reinhold G. Moritz (Psychiatrischer Arzt) Verleiher: Filmladen Filmverleih GmbHInhalt: Die 26-jährige Pia erzählt ihrem Mitpatienten Till, dass sie aus der Psychiatrie entlassen werden soll, da sie kein „Akutfall“ mehr ist. Sie wird in ihr Kinderzimmer im Haus ihrer Eltern Klaus und Elfie zurückkehren und auf Wunsch der Eltern einen Aushilfsjob in der Firma ihres Vaters annehmen. So soll sie allmählich wieder ins alltägliche Leben zurückfinden – wären da nicht die Psychopharmaka, die sie weiterhin nehmen muss. Oder der große Liebeskummer, seitdem ihr Ex-Freund Joni eine neue Beziehung eingegangen ist. Selbst ihre Freundin Julia scheint sich von ihr entfremdet zu haben. In einer immer komplexer werdenden Welt und angesichts der vielfältigen Krisen und Konflikte hat es Pia als sozial Stigmatisierte besonders schwer.Alterskennzeichnung: Aufgrund der Thematik ist die Grundstimmung im Film eher trist und hoffnungslos. Die Realität und der Zustand der Welt werden ungeschönt gezeigt. Selbst für kurze Zeit hoffnungsvolle Sequenzen kippen oft schnell wieder ins Negative. Die Einnahme von Medikamenten oder Drogen wie etwa Alkohol ist dabei kaum hilfreich. Dazu kommt die angespannte Situation in der Familie der Hauptfigur. Die Eltern können ihr kaum Halt geben, da sie selbst ihren Halt verlieren – der Vater wirtschaftlich und die Mutter psychisch. Wie es ist, unter Ängsten bzw. unter einer Angststörung zu leiden oder beispielsweise Stimmen zu hören, wird sehr eindringlich vermittelt. Dazu zählen z. B. die Szenen mit einem (nicht im Bild zu sehenden) „Monster“, dem sogar die Polizei hilflos und überfordert gegenübersteht. Besonders drastisch inszeniert ist eine Suizid-Szene gegen Ende, in der ein Plastik-Messer eine Rolle spielt. Diese Szene wird lang ausgespielt, sie ist blutig und die Auflösung erfolgt spät. Ein jugendliches Publikum, das selbst betroffen ist bzw. das ähnliche Erfahrungen gemacht hat (Selbstverletzungen durch Ritzen o.ä.), könnte sich mit der Hauptfigur identifizieren bzw. für diese Gruppe könnte der Film eine Art von Trigger-Funktion haben und daher belastend wirken. Entlastend ist, dass von einer Vorbildwirkung nicht ausgegangen werden kann und dass die Hauptfigur ganz klar nicht nach dem „Auftrag“ der Stimme handelt, die sie hört. Mit dem Nachbarsbuben Lenni gibt es eine positive Figur, die der Hauptfigur keine Vorbehalte entgegenbringt („freigegeben ab 14 Jahren“).Positivkennzeichnung: Der Film ermöglicht die Auseinandersetzung mit der Welt von psychisch beeinträchtigten bzw. kranken Personen. Vorurteile oder (Vor-)Verurteilungen werden vermieden und es wird gut nachvollziehbar, was es bedeutet, unter einer psychischen Erkrankung wie etwa einer Angststörung zu leiden. Dabei wird auch deutlich, welche Auswirkungen das auf die Betroffenen selbst bzw. auf deren Umfeld hat. Eine gewisse Ausweglosigkeit kommt gut heraus, da keine konkreten, zukunftsträchtigen Lösungen angeboten werden (die Verabreichung von Psychopharmaka ist es jedenfalls nicht). Von der Kommission besonders hervorgehoben wurden die Besetzung sowie die darstellerischen Leistungen („empfehlenswert als psychologisches Drama ab 16 Jahren“).
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