Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Eddington

Originaltitel: Eddington
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Finnland, Großbritannien, USA
Länge: 02:29:42 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Ari Aster
DarstellerInnen: Joaquin Phoenix (Joe Cross), Deirdre O'Connell (Dawn Bodkin), Emma Stone (Louise Cross), Micheal Ward (Michael Cooke), Pedro Pascal (Ted Garcia), Cameron Mann (Brian Frazee), Austin Butler (Vernon Jefferson Peak), Luke Grimes (Guy), Clifton Collins Jr. (Lodge), Amélie Hoeferle (Sarah), William Belleau (Officer Butterfly Jimenez), Matt Gomez Hidaka (Eric Garcia), Rachel de la Torre (Paula), Russell C. Gibbs (Dad)
Verleiher: Constantin Film

Inhalt: Im Mai 2020 steht die Kleinstadt Eddington in New Mexico mitten im Ausnahmezustand der Corona-Pandemie. Sheriff Joe Cross ist frustriert von Maskenpflicht, Lockdown und seiner verschwörungsgläubigen Schwiegermutter Dawn, die bei ihm und seiner depressiven Frau Louise lebt. Als der ehrgeizige Bürgermeister Ted Garcia Joe öffentlich wegen seiner Maskenverweigerung bloßstellt, erklärt dieser trotzig seine eigene Kandidatur für das Amt und entfacht damit einen politischen und persönlichen Machtkampf, der die ohnehin angespannte Gemeinde in Chaos stürzt. Alte Rivalitäten, Misstrauen und Gewalt brechen auf, während Proteste und ein rätselhafter Mord die fragile Ordnung endgültig erschüttern. Bald steht nicht nur Eddington, sondern auch Joes Ehe vor dem Zusammenbruch …

Alterskennzeichnung: Der Film „Eddington“ spielt in einer fiktiven Kleinstadt während der Corona-Pandemie und entfaltet eine fast durchgehend düstere, von Hoffnungslosigkeit geprägte Atmosphäre ohne entlastende Momente. Die vorwiegend in Nacht- und Dämmerungsaufnahmen erzählte Handlung konfrontiert das Publikum mit einer hohen Dichte an negativen Ereignissen. Über die lange Laufzeit von 145 Minuten entfaltet sich ein undurchsichtiges Geflecht aus Verschwörungstheorien, Q-Anon-Anspielungen und Depression sowie Missbrauch und Pädophilie, welche auf der verbalen Ebene thematisiert werden. Während Aufstände im Rahmen der „Black Lives Matter-Bewegung“, immer mehr eskalieren, agieren die Figuren zwischen Rache, Selbstjustiz und moralischem Verfall, wobei insbesondere die Heuchelei und Skrupellosigkeit der Gesetzeshüter betont werden. Mehrere sehr explizit und detailreich inszenierte Gewaltszenen, wie zum Beispiel Splatter-artige Morde, explodierende Köpfe, weggeschossene Gliedmaßen, verstümmelte Leichen und ein Messerstich in den Kopf, verstärken den verstörenden Gesamteindruck. Aufgrund der emotionalen Belastung und der kompromisslosen Gewaltdarstellung ist der Film für jüngere Rezipient/innen nicht geeignet. Die Kommission sprach sich einhellig für eine Altersfreigabe ab 16 Jahren aus. Erst ab diesem Alter kann eine nachhaltige moralische und emotionale Beeinträchtigung ausgeschlossen werden und die sehr belastenden und verstörenden Bilder und Inhalte des Filmes können ohne Schädigung verarbeitet werden.

Positivkennzeichnung: keine

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