Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Vier minus drei

Originaltitel: Vier minus drei
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: Deutschland, Österreich
Länge: 02:00:55 (hh:mm:ss)
Sprachversion: deutsch
Sprache Ton
Regie: Adrian Goiginger
DarstellerInnen: Valerie Pachner (Barbara Pachl-Eberhart), Robert Stadlober (Heli Eberhart), Jonas Recklie (Thimo), Victoria Wild (Fini), Conrado Molina (Matthias), Jona Widling (Jona), Stephanie Heinrich (Mutter), Stefanie Reinsperger (Sabine), Wolfgang Lampl (Hannes), Felix Draschl (Alex), Ronald Zehrfeld (Dr. Jürgen Schreiner), Petra Morzé (Stefanie), Michael Gampe (Gerhard), Margarete Tiesel (Roswitha), Paul Wolff-Plottegg (Fritz), Adriane Grzadziel (Krankenschwester Marrit), Cosima Hahnenstein (Hebamme), Lukas Walcher (Bestatter)
Verleiher: Filmcasino & Polyfilm Betriebs GmbH

Inhalt: Barbara lebt mit ihrem Mann Heli und den beiden Kindern Thimo und Fini in bescheidenen Verhältnissen als professionelle Clownsfamilie. Sie arbeitet als Klinikclown, er steht auf der Bühne. Humor, Scheitern und Leichtigkeit sind für sie nicht nur Beruf, sondern Lebenshaltung. Das harmonische Familienleben wird jäh zerstört, als Barbara ihre gesamte Familie bei einem Verkehrsunfall verliert. Der Verlust reißt sie aus ihrem bisherigen Leben und stellt ihre Überzeugungen radikal infrage. Entgegen allen Erwartungen entscheidet sie sich, nicht in Rückzug oder Sprachlosigkeit zu verharren, sondern ihre Trauer als Clown auszudrücken. Mit Hilfe von Humor und Kunst sucht sie einen eigenen Weg, Schmerz, Abschied und Weiterleben miteinander zu verbinden …

Alterskennzeichnung: Der Film, der sich vorwiegend an ein erwachsenes Publikum richtet, basiert auf dem autobiografischen Buch „Vier minus Drei“ von Barbara Pachl-Eberhart und thematisiert die Auseinandersetzung mit dem plötzlichen Verlust der gesamten Familie. Die emotionale Intensität des Stoffes erfordert ein gewisses Maß an Lebenserfahrung, um die intensive Trauerverarbeitung einordnen und ertragen zu können. Obwohl der Film auf eine explizite Darstellung des Unfalls sowie der sterbenden Kinder im Spital verzichtet und insgesamt nicht reißerisch inszeniert ist, entfaltet er eine beinahe kaum auszuhaltende emotionale Wirkungsstärke.
Die Nähe zur Hauptprotagonistin lässt wenig Distanz zu, da das Publikum nur selten aus Mitgefühl und Betroffenheit entlassen wird. Regelmäßige Wechsel zwischen Rückblenden und aktueller Realität verstärken diese Wirkung zusätzlich. Das eindringliche Schauspielensemble erschwert eine emotionale Abgrenzung. Trotz der belastenden Thematik endet der Film versöhnlich und vermittelt Hoffnung sowie den Mut zu einer neuen Zukunft. Nach langer Diskussion entschied sich die Kommission für eine Freigabe ab 14 Jahren, da Jugendliche dieses Alters grundsätzlich in der Lage sind, eine gewisse emotionale Distanz aufzubauen, auch wenn der Film sicherlich lange nachwirkt.

Positivkennzeichnung: keine

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