Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Die Schule des Mutes - Rule Breakers

Originaltitel: Rule Breakers
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: USA
Länge: 02:00:28 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Bill Guttentag
DarstellerInnen: Ali Fazal (Samir Khan), Nikohl Boosheri (Roya Mahboob), Noorin Gulamgaus (Ali Mahboob), Phoebe Waller-Bridge (Jessica Curie), Amber Afzali (Esin), Nina Hosseinzadeh (Taara), Sara Malal Rowe (Haadiya), Mariam Saraj (Arezo)
Verleiher: Kinostar Filmverleih GmbH

Inhalt: Der Film erzählt nach wahren Begebenheiten die Geschichte junger Frauen in Afghanistan, die sich trotz massiver Einschränkungen und Gefahren ihren Platz in Bildung und Öffentlichkeit erkämpfen. Zwischen Familie, Schule und gesellschaftlichen Zwängen wächst der Wunsch nach Selbstbestimmung. Internationale Robotik-Wettbewerbe werden dabei zum Hoffnungsträger und zum Risiko zugleich.

Alterskennzeichnung: Bereits nach wenigen Minuten wird ein Gewehr auf die Protagonistin gerichtet, die Szene bricht abrupt ab und wird erst nach mehreren Rückblenden aufgelöst. Den gesamten Film durchzieht ein permanenter Druck und eine latente Angst vor dem Schreckensregime der Taliban, gleichzeitig wird ein scheinbar funktionierender Alltag innerhalb eines für Frauen höchst repressiven Systems gezeigt.
Der Vater einer Protagonistin kommt bei einem Bombenanschlag ums Leben. Sein Tod hallt lange nach und macht die willkürliche, allgegenwärtige Gefahr in Afghanistan deutlich. Dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, verleiht den Ereignissen zusätzliche Schwere.
Gleichzeitig ist der Film sehr breitenwirksam inszeniert, stellenweise fast zu lieblich, was die Härte der Realität oft abfedert.
Die Kommission empfiehlt den Film einstimmig ab 8 Jahren freizugeben.

Positivkennzeichnung: Auch wenn der Film wenig cineastisch gestaltet ist und kaum mehr erzählt als er zeigt, zieht er das Publikum rasch in seinen Bann. Er macht die komplexe Lebensrealität von Frauen in Afghanistan um das Jahr 2000 nachvollziehbar erlebbar.
Familiäre Zwänge, Freundschaften, Zukunftsängste, Verbitterung, Angst und ständige Kämpfe gegen große Widerstände stehen im starken Kontrast zu den internationalen Wettbewerben, bei denen andere Robotik-Teams offen und unterstützend auftreten. Selten sieht man einen Film mit rein weiblichen Protagonistinnen, die mehrfach scheitern und dennoch immer wieder aufstehen.
Das emotionale Happy End sowie die Einblendungen realer Fotos im Abspann entlassen das Publikum bewegt aus einer Welt, die sonst meist nur über Schreckensmeldungen bekannt ist.
Die Kommission sieht den Film als Empfehlenswert ab 10 Jahren als gesellschaftskritisches Jugenddrama nach wahren Begebenheiten.

<< Zurück zu den Suchergebnissen