Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Blue Moon

Originaltitel: Blue Moon
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Irland, USA
Länge: 01:41:03 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Richard Linklater
DarstellerInnen: Ethan Hawke (Lorenz Hart), Margaret Qualley (Elizabeth Weiland), Bobby Cannavale (Eddie), Andrew Scott (Richard Rodgers), Patrick Kennedy (E. B. White)
Verleiher: Sony Pictures Filmverleih GmbH

Inhalt: Das Drama zeigt den Liedtexter Lorenz Hart (1895–1943) am Abend der Premiere des Musicals "Oklahoma" in einer New Yorker Bar im März 1943. Zum ersten Mal seit 24 Jahren hat sich sein musikalischer Partner, der Komponist Richard Rogers, einen anderen Texter für sein Musical gesucht, nämlich Oscar Hammerstein. Zurück bleibt der gekränkte Hart. In der Bar, in der nach und nach das feiernde Premierenpublikum eintrudelt, ereifert er sich über die Undankbarkeit von Rodgers, die allgemeine Ungerechtigkeit des Daseins, erinnert sich an vergangene Erfolge, oder er schwärmt von der jungen Elizabeth. Ein tragischer Wendepunkt im Leben von Lorenz Hart, der auch an diesem Abend seine Alkoholsucht nicht kontrollieren kann ...

Alterskennzeichnung: Dieses biografische Konversationsstück in Echtzeit liefert Monologe bzw. Dialoge in rasantem Tempo, voller Gedankensprünge und gespickt mit Pointen und mit Verweisen auf Musik-, Film- und Zeitgeschichte. Es verlangt dem Publikum schon einiges an Konzentration ab und dürfte allein aufgrund dieser Intensität ein ganz junges Publikum überfordern.
Der geschilderte Abend bedeutet einen beruflichen wie privaten Wendepunkt für den Songwriter Lorenz Hart, er steckt in einer tiefen Lebenskrise. Er ist psychisch instabil und Alkoholiker, und nun endet auch noch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten Dick Rodgers. Hart war, vor allem durch seine Alkoholsucht, zu unverlässig geworden. Er steht sich also trotz seines Genies selbst im Wege. Seine verbitterten, bissigen und selbstmitleidigen Monologe ernten vor allem Mitleid. Auch seine verkappte Homosexualität klingt an.
Allgemein wird sehr viel geraucht und getrunken, allerdings durchwegs dargestellt ohne negative Vorbildwirkung. Es gibt einige Anzüglichkeiten, eine sexualisierte Sprache fiel auf.
Der Film steckt voller Tragik und Traurigkeit, aber auch voller Genialität. Anzumerken ist, dass der Tod der Hauptfigur noch im selben Jahr zu Beginn schon vorweggenommen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Geschichte auf wahren Personen basiert.
Die komischen Elemente durchbrechen die Tragik des Films ein wenig. Alles spielt sich in einer Szenerie entfernt von der Lebenswelt von Jugendlichen ab, auf die der Film im übrigen auch nicht abzielen dürfte. Zudem wird die Tragik in erster Linie auf verbaler Ebene vermittelt. Dies erleichtert eine Abgrenzung.
Es wird eine Freigabe ab 12 Jahren empfohlen.

Positivkennzeichnung: keine

<< Zurück zu den Suchergebnissen