Titel: Ein Leben in FarbeOriginaltitel: Ein Leben in FarbeFilmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2025Herkunftsländer: ÖsterreichLänge: 01:11:06 (hh:mm:ss)Sprachversion: dt., tlw. OmUSprache Ton: Deutsch, EnglischRegie: Axel Stasny DarstellerInnen: Dokumentarfilm mit Eleanor Ambos, Peter Anastasiou, Tom Taylor, u.a.Verleiher: Dim Dim FilmverleihInhalt: Regisseur Axel Stasny lernte Eleanor Ambos kennen, als er gerade für Dreharbeiten zu seinem ersten Dokumentarfilm in New York angekommen und auf Wohnungssuche war. Eleanor Ambos ließ ihn bei sich wohnen und zwischen den beiden entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis. Da Axel Stasny von Eleanors Persönlichkeit begeistert war und weil er gern mit Älteren arbeitet, entstand schließlich der vorliegende Film.Die 92-jährige, aus Deutschland stammende Eleanor Ambos arbeitet immer noch als Innenarchitektin, sie trägt am liebsten bunt gemusterte Kleidung und sie geht gern ins Diner in der Nähe ihrer Wohnung. Dort lernt sie auch den 22-jährigen Peter kennen, zu dem sich eine zärtliche Beziehung entwickelt. Um sich selbst besser zu gefallen und um ihre Falten glätten zu lassen unterzieht sich Eleanor letztlich sogar einer Schönheitsbehandlung. Dabei kommen Traumata aus ihrer Kindheit bzw. Jugend wieder an die Oberfläche.Alterskennzeichnung: Der Film richtet sich nicht bzw. nicht primär an Kinder und Jugendliche. Thematisch geht es darum, wie eine alte Frau ihr Leben bis zuletzt genießt, wie sie sich mit sich selbst und ihrem Dasein in allen Aspekten auseinandersetzt und wie sie sich mitunter gängigen Vorstellungen, Erwartungen bzw. Tabus widersetzt (z.B. dem Absprechen erotischen Begehrens im Alter). Nach Meinung der Kommission ist es wichtig, das Leben und die Bedürfnisse von alten Menschen jenseits von schrulligen, exzentrischen Klischees zu zeigen. Filme über alte Menschen sind im Kino nämlich nach wie vor unterrepräsentiert. Für Kinder, die die Untertitel nicht lesen können, wird sich auf der Sprachebene einiges nicht erschließen (es wird zum Teil Englisch gesprochen). Vor allem die Szenen bei und nach der Schönheits-OP könnten für sie daher auf der Bildebene ängstigend sein (Nadel im Arm, Spritzen, Plastiksack über dem Kopf sowie ein stark geschwollenes, gerötetes Gesicht). Auch die Erinnerungen von Eleanor Ambos an ihren Vater, der sie heruntergemacht hat, könnten für jüngere Kinder eine Überforderung darstellen. In diesen Szenen wirkt Eleanor Ambos sehr unglücklich und sie steht keineswegs über den Dingen. Am Ende beschäftigt sich der Film dann doch sehr stark mit dem Tod, der thematisch immer mitschwingt, selbst wenn Eleanor Ambos das Gegenteil behauptet. Das Publikum erfährt insgesamt eigentlich nur wenig über Eleanor Ambos, über ihren Werdegang, über ihre Projekte und über ihr Privatleben, was am Naheverhältnis zwischen dem Regisseur und seiner Protagonistin liegen könnte. Es bleiben mehr Fragen offen, was ihre Person betrifft, als der Film an Antworten liefert, was für Kinder ebenfalls schwierig sein könnte („freigegeben ab 8 Jahren“).Positivkennzeichnung: keine
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