Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Ein Kuchen für den Präsidenten

Originaltitel: The President’s Cake
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Irak, Katar, USA
Länge: 01:46:07 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Hasan Hadi
DarstellerInnen: Baneen Ahmad Nayyef (Lamia), Sajad Mohamad Qasem (Saeed), Waheed Thabet Khreibat: Bibi Rahim AlHaj (Jasim)
Verleiher: Filmladen Filmverleih GmbH

Inhalt: Der Süden Iraks in den 1990er Jahren: Die neunjährige Lamia wohnt bei ihrer Oma Bibi in einer Strohhütte am Wasser unter ärmlichsten Verhältnissen. Die Bevölkerung leidet durch Sanktionen auf das Land unter chronischer Lebensmittelknappheit. Trotzdem muss der Geburtstag von Machthaber Saddam Husseins wie alle Jahre gebührend gefeiert werden. In der Schule fällt ausgerechnet Lamia das Los zu, aus diesem Anlass einen Kuchen zu backen. Zwei Tage hat sie Zeit, dieser ‚Ehre‘ gerecht zu werden, weigert sie sich oder versagt sie, droht der Lehrer mit drakonischen Strafen. Eine schier unlösbare Aufgabe für das Mädchen. Gemeinsam mit Bibi und ihrem Gockel Hindi bricht es zu einer entbehrungsreichen Reise in die Stadt auf, um Eier, Mehl und Zucker zu erwerben. Doch Bibi hat anderes mit Lamia vor. Körperlich geschwächt will sie, dass eine wohlmeinende Familie sich in Zukunft um das Mädchen kümmert. Lamia ist darüber aber entsetzt und nimmt Reißaus. Auf dem Jahrmarkt trifft sie auf ihren Schulkameraden Saeed, der ihr helfen will, die Zutaten für den Kuchen aufzutreiben ...

Alterskennzeichnung: Armut, Korruption und furchteinflößende Obrigkeiten dominieren beklemmend den Alltag der irakischen Bevölkerung der 1990er Jahre. Auch wenn sich die neunjährige Lamia und ihr Schulfreund Saeed erstaunlich gut in diesem Ambiente und auch in der Großstadt zurechtfinden, gibt es doch mehrere, unangenehme Situationen, wie das (filmisch allerdings nur angedeutete) Bedrängen einer Schwangeren durch einen Lebensmittelhändler, oder die unmissverständliche Drohung des Schullehrers, Ungehorsam mit Gewalt gegen die gesamte Familie bestrafen zu lassen. Die Kommission entschied, den Film nach längerer Diskussion mit der niedrigeren Einstufung „ab 8 Jahren“ einzustufen.

Positivkennzeichnung: Für den besten Debütfilm in Cannes ausgezeichnet, versteht es Hasan Kadi in dem mit kindlichem Optimismus vorgetragenen Film das Dilemma zu offenbaren, dass in einem von Sanktionen gebeutelten Land, nicht die Leute leiden, die das Sagen haben, sondern die Schwachen und Elenden noch mehr ins Elend getrieben werden. Die Kommission entschied das zeitgeschichtliche Drama als „annehmbar ab 14 Jahren“ hervorzuheben.

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