Titel: EPiC: Elvis Presley in Concert Originaltitel: EPiC: Elvis Presley in Concert Filmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2025Herkunftsländer: Australien, USALänge: 01:36:34 (hh:mm:ss)Sprachversion: OmUSprache Ton: EnglischRegie: Baz LuhrmannDarstellerInnen: Dokumentarfilm mit Elvis PresleyVerleiher: Universal Pictures International Austria GmbHInhalt: Regisseur Baz Luhrmann, der 2022 den Spielfilm „Elvis“ in die Kinos gebracht hatte, legt mit „EPiC: Elvis Presley in Concert“ nun einen Dokumentarfilm über den „King of Rock´n Roll“ vor. Dafür sichtete er mehr als 60 Stunden bisher unentdecktes Archivmaterial, das zu einem kleinen Teil aus Aufnahmen aus den Anfangszeiten von Elvis, zum größten Teil jedoch aus den frühen 70er Jahren stammt. Der Film zeigt den Sänger, dank rarer 16mm-Film-Aufnahmen aus „Elvis on Tour“ in erster Linie auf der Bühne, 8mm-Privatfilme aus dem Graceland-Archiv und interessante Einblicke in Probenprozesse und die Arbeit im Tonstudio zeigen aber auch die sensible Seite des Sängers, jenseits von Glanz und Glamour. Die Dokumentation konzentriert sich dabei auf jene Phase im Leben des Künstlers, in der sein Aufenthalt in Las Vegas eine entscheidende Weiche für sein Leben stellt.Alterskennzeichnung: In der Diskussion wurde vor allem der Anfang erwähnt: Hier werden in schneller Folge teilweise sehr beunruhigende Bilder aneinandergereiht. Von diversen Kriegsbildern durchzogen sehen wir abwechselnd Auftritte des Sängers und „Predigten“ seiner Gegner, die ihn als Verführer der Jugend und Verantwortlichen für die steigende Jugendkriminalität anklagen. Da die inhaltliche Orientierung fehlt, dürfte diese Sequenz auf jüngere Zuseher/innen eine desorientierende Wirkung haben. Als ohne historische Kontextualisierung problematisch wurden auch die zahlreichen Kussszenen erwähnt. Wenn Elvis zur oder von der Bühne geht stehen junge Frauen Schlange, um von ihm auf den Mund geküsst zu werden. Einige Male sind es auch weibliche Kinder, denen er so seine Gunst erweist. Abgesehen davon zeigt der Film über weite Strecken Ausschnitte aus Konzerten, die aus Sicht des Jugendschutzes unbedenklich sind. Die Kommissionsmitglieder entschieden mit knapper Mehrheit für eine Freigabe ab 8 Jahren.Positivkennzeichnung: Der Film enthält viele schöne und berührende Momente und bringt uns Elvis als Vollblutmusiker nahe, ohne dass der Film dabei in Heldenverehrung abgleiten würde. Jugendliche ab zwölf bekommen so eine kurzweilige Einführung in die Anfänge der Popkultur, samt der wütenden Ablehnung des Rock´n Roll durch konservative Kreise. Sie erfahren etwas über ein Stück Alltagsgeschichte der 70er Jahre, über die Schattenseiten des Starkults und darüber wieviel harte Vorbereitungsarbeit eine so kräftezehrende Bühnenshow erfordert. Die, konsequent aus der Sicht von Elvis erzählte Geschichte, macht seine Musikalität neu sichtbar und wird als empfehlenswert als Musikfilm für Jugendliche ab 12 Jahren bewertet.
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