Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Nürnberg

Originaltitel: Nuremberg
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Ungarn, USA
Länge: 02:29:10 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: James Vanderbilt
DarstellerInnen: Rami Malek (Douglas Kelley), Russell Crowe (Hermann Göring), Michael Shannon (Justice Robert H. Jackson), Leo Woodall (Sergeant Howie Triest), Johns Slattery (Colonel Burton Andrus) u.v.a.
Verleiher: Filmcasino & Polyfilm Betriebs GmbH

Inhalt: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden führende NS-Kriegsverbrecher in einem internationalen Prozess in Nürnberg angeklagt und zur Rechenschaft gezogen. Mit Douglas Kelley wird ein Psychiater beauftragt, die Psyche der Angeklagten zu untersuchen. Dabei muss der Arzt sich auch mit dem ehemaligen Reichsmarschall Hermann Göring auseinandersetzen, der sich als narzisstischer und hochmanipulativer Charakter entpuppt. Er hat vor, den Prozess als Bühne für sich selbst zu nutzen. Der Psychiater versucht, Distanz zu wahren und sich dem manipulativen Spiel entgegenzusetzen.

Alterskennzeichnung: „Nürnberg“ ist mit 148 Minuten Laufzeit überdurchschnittlich lang. Für die Auseinandersetzung mit der Thematik braucht es eine gewisse Reife. Die dokumentarischen Aufnahmen aus Konzentrationslagern, welche die systematische Ermordung von Menschen eindringlich sichtbar machen, könnten für ein sehr junges Publikum zu belastend sein. Das gilt auch für die Hinrichtungssequenz am Ende des Films.
Damit Jugendliche den Film und seine Inhalte richtig einordnen können, braucht es eine entsprechende ethische und historische Begleitung und Kontextualisierung. Die Kommission hat sich für eine Freigabe ab 14 Jahren ausgesprochen.

Positivkennzeichnung: Der Film „Nürnberg“ zeigt auf, dass es den Alliierten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wichtig war, die Kriegsverbrecher erstmals in einem internationalen öffentlichen Prozess anzuklagen, das Ausmaß ihrer Verbrechen klar aufzuzeigen und sie schließlich zu verurteilen. Die ganze Welt sollte wissen, welche Verbrechen hier begangen worden waren. Es sollte ein Bewusstsein dafür entstehen, dass derartige Verbrechen nie mehr geschehen dürfen.
Zugleich macht der Film darauf aufmerksam, dass ehrgeizige, machtbesessene und skrupellose Menschen zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit fähig sind. Der Film warnt davor, dass Grausamkeiten, Massenmorde und Genozide wieder passieren können.
Um den Film entsprechend einordnen und diskutieren zu können, braucht es für Jugendliche eine gute begleitende historische, ethische und medienpädagogische Betreuung.
Annehmbar als zeithistorischer Diskussionsfilm ab 14 Jahren.

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