Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Geister

Originaltitel: Geister
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: Deutschland
Länge: 01:45:31 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt., tlw. OmU
Sprache Ton: Deutsch
Regie: Fatih Akin
DarstellerInnen: Eren M. Güvercin (Faris), Mariam Dawoud (Farasha), Lama Alhalabi (Shifa), Jale Arikan (Rogge), Carlotta Von Falkenhayn, Gabriel-Winner Amorin, David Schütter, Anna Bederke
Verleiher: Constantin Film

Inhalt: Farasha und Faris haben gerade ihr Abitur erfolgreich abgeschlossen, beide fiebern einem neuen, spannenden Lebensabschnitt entgegen. Bei einer Abi-Party treffen sie erstmals aufeinander und sofort spüren sie eine besondere Verbundenheit. Doch die erste Verliebtheit und der Wunsch nach mehr werden verunmöglicht. Bei einem Autounfall kommt Farasha ums Leben.
Allerdings wollen Farash und Faris das Ende und die Trennung durch den Tod nicht akzeptieren. Da ermöglicht sich ein Weg, wie sie einander doch noch besser kennenlernen und näherkommen können: 40 Tage lang kann Farasha ihrem Faris in seinen Träumen begegnen. Es wächst eine Beziehung, die nur eine sehr begrenzte Dauer hat. Werden sie am Ende voneinander lassen können?

Alterskennzeichnung: Der Film ist bisweilen untertitelt, weshalb eine gewisse Lesekompetenz beim Publikum vorauszusetzen ist. Es finden sich zahlreiche belastende Szenen, die mitunter lange ausgespielt werden: Angriff eines Hundes (offene Fleischwunde) in der Kindheit, Suizidversuche (aufgeschnittene Pulsadern; herumschlittern auf dem Fernsehturm), Todeskampf der Protagonistin.
Insgesamt zieht sich das Thema Freitod durch den Film, gepaart mit dem Gefühl tiefer Traurigkeit, Schuldempfinden und einer schweren Depression. Die innervierende Musik verstärkt die dramatische Stimmung. Dazu kommen einige verstörende Elemente (Wechsel/Überschneidungen zwischen realer und Traumebene), die ein jüngeres Publikum irritieren bzw. Angst (vor Geistern) auslösen könnten.
Der Film widmet sich auf intensive Weise dem emotionalen Ausnahmezustand junger Liebender in einer extremen Situation. Die Kommissionsmitglieder hatten vor allem Bedenken in Hinblick auf die Vorbildwirkung des Films bei labilen Jugendlichen, nachdem der Freitod lange als eine mögliche (fast erlösende/erfüllende) Option dargestellt wird. Letztlich hat sich die Kommission für eine Freigabe ab 16 Jahren ausgesprochen.


Positivkennzeichnung: keine

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