Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Sterben für Anfänger

Originaltitel: Sterben für Anfänger
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: Österreich
Länge: 01:32:04 (hh:mm:ss)
Sprachversion: deutsch/dt. synchr.
Sprache Ton: 
Regie: Kurt Langbein
DarstellerInnen: Dokumentarfilm mit Kurt Langbein
Verleiher: Filmladen Filmverleih GmbH

Inhalt: Im Jahr 2009 erhielt der Wissenschaftsjournalist Kurt Langbein seine erste Krebsdiagnose. Seine Erfahrungen damit verarbeitete er in den Filmen „Wunder Heilung“ (2012) und „Trotzdem gesund“ (2015). Ende 2023 wurde ihm von seinen Ärzt/innen mitgeteilt, dass der Krebs zurück ist – und dass er nun nicht mehr heilbar ist. In seinem neuen Film setzt sich Langbein unter Verwendung von Material aus seinen früheren Arbeiten mit der eigenen Sterblichkeit auseinander. Als selbst Betroffener spricht er mit anderen Betroffenen, mit Ärzt/innen, Philosoph/innen, Forscher/innen und mit einer so genannten Sterbe-Amme. Als Nicht-Gläubiger sucht er nach anderen (spirituellen) Möglichkeiten, um an möglichst viel Wissen zu kommen und um Halt bzw. Orientierung zu finden. Ein nachgestelltes Begräbnis, das mehrmals zwischen die Interviews und die dokumentarischen Aufnahmen eingeflochten wird, bildet den Rahmen für seine persönlichen Gedanken bzw. Reflexionen.

Alterskennzeichnung: Der Film richtet sich nicht primär an ein kindliches bzw. jugendliches Publikum. Dafür fehlen einerseits entsprechende Identifikationsfiguren und andererseits müsste dann die Aufbereitung der schwierigen Themen Krankheit, Tod und Trauer kindgerechter sein. Dass diese Themen behandelt werden, dass viele Aspekte Eingang finden (Intensiv- und Palliativmedizin, Nahtod-Erfahrungen, Sterbehilfe usw.) und dass sehr viele Expert/innen bzw. Betroffene zu Wort kommen, wurde positiv hervorgehoben, wenn auch manches eher nur angerissen und nicht vertieft wird. Jugendschutzrelevant sind jedenfalls Aufnahmen von medizinischen Eingriffen, die Kinder verängstigen könnten (z.B. teils blutige Operationen am offenen Herzen). Da es sich um reale Patient/innen handelt, wurde in der Kommission diskutiert, ob die Herangehensweise reißerisch oder voyeuristisch ist, was letztlich nicht komplett ausgeschlossen werden konnte. Außerdem könnten Betroffene (sowohl Kranke/Sterbende als auch Angehörige) von im Film gezeigten Szenen getriggert werden. Die Begräbnis-Szenen, die von Schauspieler/innen dargestellt werden, können vor allem von jüngeren Kindern nicht als Spielszenen erkannt werden, da sie sehr realistisch wirken („freigegeben ab 12 Jahren“).

Positivkennzeichnung: keine

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