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Titel

Slumdog Millionär

Originaltitel

Slumdog Millionaire

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2008

Herkunftsländer

Frankreich, Großbritannien

Länge

02:17:43 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Danny Boyle & Loveleen Tandan (Co-Regisseur: Indien)

DarstellerInnen

Dev Patel (Jamal Malik), Freida Pinto (Latika), Madhur Mittal, Anil Kapoor (Police Inspector), Mia Drake (Adele), Imran Hasnee (Security)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Der 18-jährige Jamal Malik wird unter Folter verhört - warum? Er macht bei der indischen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" mit und hat bereits 14 Fragen beantwortet. Um den Jackpot zu knacken, muss er nur noch eine richtige Antwort in der Sendung am nächsten Tag geben und der islamische Junge aus den Slums von Mumbai hat die Summe 20 Millionen Rupien gewonnen. Doch wie soll ein ungebildeter "Slumdog" all die Antworten wissen? Betrug wird vermutet. Jamal aber hat für alle Antworten eine Geschichte aus seinem Leben parat, welches in Rückblenden gezeigt wird: Das Elend in den Slums, die Ermordung von Jamals Mutter bei einem Überfall des aufgebrachten Mobs auf eine islamische Siedlung, die Versklavung Jamals und seines Bruders Salim durch einen skrupellosen Kinderhändler und ihre geglückte Flucht. Während Salim später immer mehr in die Kriminalität abdriftet, versucht Jamal ein ordentliches Leben zu führen - immer auf der Suche nach Latika, seiner große Liebe, die er schon aus Kindertagen kennt. Alle Handlungsstränge kulminieren schließlich in Jamals Fernsehauftritt ...

Alterskennzeichnung

Der Film weist einige jugendschutzrelevante Inhalte auf: Die Folterszenen zu Beginn, der Tod der Mutter, die teilweise unmenschliche Gewalt gegen Kinder, der Umgang mit Menschen generell, Mord. Dennoch: Hier wird nicht mit spekulativer Gewalt gearbeitet, vielmehr wird ein kaleidoskopartiger Blick auf eine doch fremde Welt geboten, der sehr realistisch und sozialkritisch geraten ist. Positiv ist vor allem die Figur des Jamal. Trotz aller Widrigkeiten hält er an seinem Glauben an ein besseres Leben und das Erreichen seines wichtigsten Zieles fest: Das Wiederfinden seiner großen, ihm alles bedeutenden Liebe Latika. Die teilweise drastischen Szenen sind sicherlich belastend, der Grundtenor der Geschichte ist jedoch äußerst positiv. Die Kommission entschied daher, den Film ab 12 Jahren freizugeben, da angenommen werden kann, dass ab diesem Alter die gebotenen Inhalte verstanden und auch ohne schädigende Wirkung verarbeitet werden können.

Positivkennzeichnung

In großartigen Bildern wird die Lebensgeschichte von Jamal präsentiert, in der es viele tragische, aber auch witzige Momente gibt. Das Publikum erhält einen Einblick in das moderne Indien, schonungslos und authentisch werden die Armut und Gewalt, die die großen Slums Mumbais charakterisieren. Mit einer ineinander verschränkten Rückblendenstruktur wird Jamals abenteuerlicher Auftritt bei "Wer wird Millionär?" gezeigt und parallel aus seinem Leben erzählt. Die Entwicklung der Personen wirkt realistisch, die gesamte Atmosphäre des Filmes ist mitreißend. Die hervorragende Kamera, das Drehbuch und vor allem auch die gute schauspielerische Leistung sind anzumerken. Der sozialkritische Aspekt ist ebenso hervorzuheben, wie auch die unbeugsam positive Haltung des Hauptdarstellers. Sehr empfehlenswert als Sozialdrama ab 14 Jahren.


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