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Titel

Nichts zu verzollen

Originaltitel

Rien à declarer

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2011

Herkunftsländer

Frankreich

Länge

01:48:49 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Dany Boon

DarstellerInnen

Benoît Poelvoorde (Ruben Vandevoorde), Dany Boon (Mathias Ducatel), Julie Bernard (Louise Vandevoorde), Karin Viard (Irène Janus), François Damiens (Jacques Janus), Bouli Lanners (Bruno Vanuxem), Olivier Gourmet, Michel Vuillermoz

Verleiher

Luna Film

Inhalt

An der französisch-belgischen Grenze steht im Jahr 1993 im kleinen Ort Courquain/Koorkin die Umsetzung des Schengen-Abkommens unmittelbar bevor (Wegfall der Grenzkontrollen in Belgien und Frankreich: 26. März 1995). Dem Zöllner Ruben Vandervoorde, einem glühenden belgischen Patrioten, schmeckt das gar nicht. Um eine Invasion der verhassten "Camemberts" in sein geliebtes Königreich zu verhindern, sorgt er mit schikanösen Kontrollen an "seinem" Grenzübergang für lange Staus. Weil er sich damit bei seinem Vorgesetzten unbeliebt gemacht hat, wird Ruben dazu verdonnert, gemeinsam mit einem französischen Kollegen eine internationale Grenzpatrouille zu bilden, die vor allem den Drogenhändlern auf die Schliche kommen soll. Auf der Gegenseite meldet sich Mathias Ducatel, der sich seit einem Jahr heimlich mit Rubens Schwester Louise trifft.

Alterskennzeichnung

Der Film beginnt gleich mit einer Szene, in der Ruben einen Kollegen mit einer Schrotflinte im Genick bedroht, weil dieser in seinem Dienst eingeschlafen ist. Von Schusswaffen wird während des gesamten Films sehr freizügig Gebrauch gemacht, unter anderem werden mehrmals Menschen in den Rücken (!) geschossen. Dieser unreflektierte Umgang mit Schusswaffen, bei dem mehr oder weniger jede Person niedergestreckt wird, die irgend jemandem nicht in den Kram passt, wurde von der Kommission insofern sehr kritisch gesehen, weil er ohne jegliche Konsequenzen bleibt. Auch das Thema Drogenschmuggel, das eher wie ein Kavaliersdelikt abgehandelt wird, ist für Kinder nicht unproblematisch. Rüde bis brutale Umgangsweisen untereinander (Schlägereien usw.) und die teils sehr derbe Sprache machten ebenfalls eine Einschränkung notwendig ("freigegeben ab 12 Jahren").

Positivkennzeichnung

Dass der ganz alltägliche Rassismus bzw. rassistische Verhaltensweisen etwas Dummes sind, kommt in diesem Film ganz klar heraus, und am Ende hat es sogar Rubens kleiner Sohn eher begriffen als sein Vater. Als schießwütige Witzfigur ist Ruben nicht ernst zu nehmen und funktioniert daher auch nicht als Identifikationsfigur, deren Vorgehensweise vorbildhaft wirken könnte. Die grenzüberschreitende Liebe, die am Ende über den Fremdenhass siegt, setzt ebenfalls ein eindeutiges Signal. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, bei denen davon auszugehen ist, dass sie die Persiflage verstehen, werden sich trotz der durchaus auch überzogenen und derben Gags gut unterhalten ("annehmbar als Komödie ab 12 Jahren").


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