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Titel

Das Labyrinth der Wörter

Originaltitel

La tête en friche

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2010

Herkunftsländer

Frankreich

Länge

01:22:19 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Jean Becker

DarstellerInnen

Gérard Depardieu (Germain Chazes), Gisèle Casadesus (Margueritte), François-Xavier Demaison (Gardini), Claude Maurane (Francine), Patrick Bouchitey (Landremont), Jean-François Stévenin (Jojo), Claire Maurier (Mutter), Sophie Guillemin (Annette), Mélanie Bernier (Stéphanie), Régis Laspalès (M. Bayle), Bruno Ricci (Marco), Lyes Salem (Youssef)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Germain Chazes, ein liebenswürdiger, dicker und nicht mehr junger Mann, lebt in einem Wohnwagen im Garten des Hauses seiner Mutter, mit der ihn eine intensiv unglückliche Beziehung verbindet. Obwohl sie noch nie ein gutes Wort, ja noch nicht einmal einen liebevollen Blick für ihn übrig hat, kümmert und sorgt er sich um sie. Da er schon in der Schule für einen Dummkopf gehalten wurde, geben weder er noch seine Freunde viel auf seine intellektuellen Fähigkeiten. Gutmütig und hilfsbereit wir er ist, ist der Gelegenheitsarbeiter aber beliebt und sozial eingebunden. Eines Tages lernt er, der Büchern immer skeptisch gegenüberstand, in einem Park die bereits 95-jährige Margueritte kennen. Die beiden so ungleichen Menschen finden Gefallen aneinander und freunden sich immer intensiver an. Margueritte liest ihm aus ihren Büchern vor und die für ihn immer faszinierendere Auseinandersetzung mit Literatur verändert Germains Leben nach und nach. Als er erfährt, dass Margueritte langsam erblindet und selbst bald nicht mehr lesen können wird, wird Germain, der sich bis dahin seinem Schicksal ergeben hatte, aktiv und beginnt sein Leben in die Hand zu nehmen …

Alterskennzeichnung

Der Film schildert liebevoll ein Biotop von Menschen, die es alle nicht eben leicht haben im Leben. Da keine und keiner der dargestellten Charaktere besonders gebildet ist, fehlen ihnen im Umgang miteinander auch meist die (richtigen) Worte. Das führt zu einem ruppigen Umgangston, der gemeinsam mit der als lieblos gezeichneten Beziehung von Germains Mutter zu ihrem Sohn auf jüngere Kinder verstörend wirken könnte. Die Kommission spricht sich daher für eine Freigabe ab 6 Jahren aus.

Positivkennzeichnung

"Im Labyrinth der Wörter" erzählt eine Geschichte, in der nicht Schönheit, Jugend oder Reichtum, sondern die inneren Werte der Menschen zählen. In der Freundschaft zwischen Margueritte und Germain wird eine Generationen und Bildungsunterschiede überwindende Freundschaft gezeigt, in der das Anderssein des jeweils anderen zum positiven Ausgangspunkt für das Miteinander wird. Zudem zeigt er mit Germains Geschichte, dass es nie zu spät dafür ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und regt über die positive Darstellung des Lesens zur Auseinandersetzung mit Literatur an. "Im Labyrinth der Wörter" ist daher als inspirierende Literaturverfilmung für Jugendliche (ab 12 Jahren) empfehlenswert.


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