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Titel

Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga

Originaltitel

Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga

Filmtyp

DVD

Herstellungsjahr

2008

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:50:28 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Kurt Ockermueller

DarstellerInnen

Edmund "Mundl" Sackbauer (Karl Merkatz), Ehefrau Toni (Ingrid Burkhard), Sohn Karli (Klaus Rott), seine Gattin Irmi (Liliana Nelska), 13-jähriger Mundl-Ur-Enkel Edi (Pascal Giefing), Edis Vater René (Manuel Rubey), die Horak (Hilde Sochor), die Schwester von René (Hilde Dalik), Fotografin Margot (Doris Hindinger), Kurti Blahovec (Götz Kauffmann), Franzi "Nudlaug" Vejvoda (Alexander Wächter)

Verleiher

ThimFilm GmbH

Inhalt

Edmund "Mundl" Sackbauer muss erleben, wie sein geliebtes Kleingartenhäusel abgerissen wird. So geht es mit Ehefrau Toni und Papagei "Schurli" zurück in den Gemeindebau, in den 14. Stock mit Loggia, wo er seinen Kummer mit ein paar Bier zu ertränken versucht. Prompt treffen sie auch gleich auf "die Horak" mit ihrem ewigen Gekeife. Der Sohn Karli, ein pensionierter Beamter, verbringt jede freie Minute auf dem Golfplatz. Irmi, seine Gattin, steht mitten in Vorbereitungen zu einer Modeschau. Der 13-jährige Ur-Enkel Edi hat dort mit seiner Band seinen ersten Auftritt und schüttet gerne Alkopops in sich hinein. Edis Vater René macht in Sachen Software, hat für den Sohn kaum Zeit und verpasst auch prompt dessen ersten Auftritt. In der Früh kommt ein Anruf bei den Sackbauers: Kurti Blahovec, schon aus der Fernsehserie als schwerer Alkoholiker bekannt, ist kollabiert und im Spital. Der Besuch bei Kurti ist für Mundl auch nicht gerade aufbauend, im Gegenteil. Gattin Toni will Mundls miese Laune wieder bessern und eine große Familienfeier zu Mundls bevorstehendem 80er organisieren. Dazu soll auch die Tochter Hanni, die nach der Trennung von Franzi "Nudlaug" Vejvoda in Deutschland lebt, nach Wien kommen. Franzi ist mittlerweile ein erfolgreicher Schriftsteller und hat einen Hang zum Alkohol. Hanni hat in Deutschland einen Sohn, Kai-Uwe, und einen Geliebten. So nach und nach werden alle Familienmitglieder wieder "reaktiviert" und auch alte Freund/innen werden aufgesucht und zur bevorstehenden Feier eingeladen …

Alterskennzeichnung

Die beliebte ORF-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" dürfte wohl vor allem in Österreich hinreichend bekannt sein. Dementsprechend gibt es auch im Film die typische, eher heftige Sprache ("Urwienerisch" & Schimpfworte), viel Zigarettenkonsum und vor allem auch Alkoholkonsum. Dies alles wird jedoch durchaus auch problematisiert, nicht nur zur Unterhaltung eingesetzt; keine der Figuren wird als nachahmenswert dargestellt. Die Kommission empfiehlt daher eine Freigabe ab 10 Jahren.

Positivkennzeichnung

Der Film besticht mit seiner konsequenten Weiterführung der Geschichte um Mundl, der ganzen Familie Sackbauer und deren Freundeskreis fast 30 Jahre nach Drehende der letzten Serie. Dabei wird auf durchaus einfühlsame Weise eine ganze Reihe von realistischen, alltagsbezogenen Problemen aufgegriffen und thematisiert: das Älterwerden, der Generationenkonflikt, emotionale Belastungen, der Umgang mit Gefühlen, Alkoholkonsum bei Alt und Jung, Rauchen, Krankheit, Tod und der Verlust von lieben Freunden. Vielfach wirken die gezeigten Lebenssituationen überaus menschlich, realistisch und nachvollziehbar - eingebettet in das melancholisch-traurige, schicksalsergebene, aber auch fatalistisch-fröhliche Flair der "typischen" Wiener, wie es eben in der ganzen Mundl-Geschichte immer schon präsent war. Hier werden zwar Klischees strapaziert, aber auf eine positive Art und Weise. Vieles spielt sich auch auf der nonverbalen Ebene ab, mit Gesten, Blicken, die hier oft mehr zu sagen vermögen als Worte. Die glaubwürdige Darstellung fußt auf der guten schauspielerischen Leistung des gesamten Ensembles. Empfehlenswert als Tragikomödie ab 14 Jahren.


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