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Titel

Sophie Scholl - Die letzten Tage

Originaltitel

Sophie Scholl - Die letzten Tage

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2004

Herkunftsländer

Deutschland

Länge

02:00:28 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Marc Rothemund

DarstellerInnen

Julia Jentsch (Sophie Scholl), Fabian Hinrichs (Hans Scholl), Gerald Alexander Held (Robert Mohr), Johanna Gastdorf (Else Gebel), Andre Hennicke (Richter Dr. Roland Freisler), Florian Stetter (Christoph Probst), Johannes Suhm (Alexander Schmorell), Maximilian Brückner (Willi Graf), Jörg Hube (Robert Scholl)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Die Geschwister Sophie und Hans Scholl, Mitglieder der studentischen Widerstands-bewegung "Weiße Rose" gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft werden bei einer Flugblattaktion an der Münchner Universität erwischt und verhaftet. Sophie wird vom Gestapobeamten Robert Mohr verhört. Vorerst kann sie ihn mit einer sehr gut konstruierten Geschichte fast von ihrer "Unschuld" überzeugen. Dann werden jedoch Indizien aufgedeckt, die sie letztendlich doch ihre Tat(en) gestehen lassen. Sophie bekennt sich mutig und selbstbewusst zur ihrer Protesthaltung und wankt auch nicht, als sich die fatalen Konsequenzen für sie immer deutlicher offenbaren. Sie versucht im Gegenteil durch die Aussage alle Aktivitäten nur mit ihrem Bruder gemeinsam durchgeführt zu haben, die anderen Aktivisten zu schützen. Mit der trotz ihrer Jugend stark gefestigten Persönlichkeit und der sowohl intellektuell als auch mit Menschlichkeit untermauerten Argumentation weicht sie in den Vernehmungen bzw. Streitgesprächen mit Mohr niemals von ihrer Überzeugung ab und beeindruckt diesen. Als Mohr ihr noch eine letzte "goldene Brücke" baut, um ihr Leben zu retten, lehnt sie auch dieses Angebot ab. Es kommt zum Schauprozess am Volksgerichtshof unter dem berüchtigten Präsidenten Roland Freisler, doch auch dabei verlieren sie und ihr Bruder nicht ihre Standfestigkeit. Einzig der verzweifelte Mitangeklagte Christoph Probst, Vater dreier Kinder, bittet um Gnade. Diese wird jedoch nicht gewährt. Die Hinrichtungen werden noch am gleichen Tag vollzogen.

Alterskennzeichnung

In Hinblick auf den Jugendschutz ist die doch klaustrophobische Atmosphäre im Amtsgebäude zu erwähnen, wobei diese durch Blicke aus dem Fenster auf freien Himmel immer wieder entschärft wird. Weiters wird die gefestigte, auch vom christlichen Glauben getragene Haltung der Hauptdarstellerin deutlich hervorgehoben und sie erfährt auch Momente sehr menschlicher Behandlung. Die Hinrichtungsszene am Ende des Filmes wird durch eine Schwarzblende wesentlich entschärft und es werden ansonsten keine brutalen Szenen ins Bild gesetzt. Aus den genannten Gründen wird eine Altersfreigabe ab 10 Jahren empfohlen.

Positivkennzeichnung

Die letzten Tage von Sophie Scholl und die Verhöre mit dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr stehen im Zentrum der Filmhandlung. Diese stützt sich auf historische Fakten und beruht auf bisher unveröffentlichten Originalprotokollen und den Berichten von Zeitzeugen. Bei den Verfilmungen im Jahr 1982 - "Die Weiße Rose" und "Fünf letzte Tage" - wird eher die Geschichte der Bewegung der "Weißen Rose" beleuchtet bzw. stützte sich diese ausschließlich auf die Überlieferungen der Zellengenossin Else Gebel. Die schauspielerische Leistung der Hauptakteure, vor allem die intensiven Auseinandersetzungen zwischen Sophie Scholl und Robert Mohr, ihr Eintreten für die Ideen von Freiheit und Recht bzw. Gerechtigkeit ist hervorzuheben. Die gefestigte Geisteshaltung, die sowohl vom Gewissen als auch vom christlichen Glauben getragene Haltung von Sophie Scholl gegenüber dem verbrecherischen und übermächtigen System des Nationalsozialismus beeindrucken und vermögen zum Nachdenken bzw. zur Diskussion über ethische Grundsätze anzuregen. Mit den Mitteln eines Kammerspiels wird auch die Entwicklung der Personen im Rahmen der Handlung gut in Szene gesetzt und verstärkt den Eindruck einer realistischen Darstellung der Ereignisse. Sehr empfehlenswert als Diskussionsfilm vor zeitgeschichtlich-politischem Hintergrund ab 12 Jahren.


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