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Titel

The Good German

Originaltitel

The Good German

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2006

Herkunftsländer

USA

Länge

01:47:27 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Steven Soderbergh

DarstellerInnen

George Clooney (Capt. Jacob Geismer), Cate Blanchett (Lena Brandt), Tobey Maguire (Patrick Tully), Leland Orser (Bernie Teitel), Tony Curran (Danny), Jack Thompson (Congressman Breimer), John Roeder (General), Dominic Comperatore (Levi), Dave Power (Lieutenant Schaeffer), Ravil Isaynov (General Sikorsky), J. Paul Boehmer

Verleiher

Warner Bros Pictures GmbH

Inhalt

Der amerikanische Kriegskorrespondent Jake Geismer kommt 1945 nach Berlin, um über die Potsdamer Friedenskonferenz zu berichten. Er kennt die Stadt von früher und ist nebenbei auch auf der Suche nach seiner ehemaligen Redakteurin Lena, einer deutschen Jüdin, in die er sich damals verliebt hatte. Diese ist inzwischen aber mit Geismers Fahrer liiert, dem jungen Corporal Tully, der auf dem Schwarzmarkt gute Geschäfte macht. Lena möchte weg aus Berlin, um die Vergangenheit hinter sich lassen zu können, und dazu ist ihr fast jedes Mittel recht. Nach Tullys Ableben beginnen sich sowohl die Amerikaner als auch die Russen für ihren tot geglaubten Ehemann Emil, den "guten Deutschen", zu interessieren.

Alterskennzeichnung

Im Film werden einige Personen brutal zusammengeschlagen bzw. auch getötet, wobei teilweise sogar Hilfsmittel wie z.B. ein Stock oder ein Stein verwendet werden, die die brutale Wirkung noch verstärken. Einzelne Szenen wie z.B. eine Vergewaltigung sind besonders gewalthältig. Das Gut-Böse-Schema ist nicht eindeutig, da Personen wie Tully und Lena sich als äußerst zwiespältige Charaktere entpuppen. Die teils recht derbe Sprache und die mitunter große Spannung waren ebenfalls Gründe für eine Einschränkung. Die oberflächliche bzw. zumindest unzureichende Darstellung der schwierigen Nachkriegsituation bzw. der realen Alltagsprobleme und Ängste der Menschen zu jener Zeit könnte nach Meinung einiger Kommissionsmitglieder sogar verharmlosend wirken ("freigegeben ab 12 Jahren").

Positivkennzeichnung

Steven Soderbergh (zuletzt "Ocean's Twelve" 2004) liefert mit der Verfilmung des Romans "In den Ruinen von Berlin" von Joseph Kanon eine ästhetisch und technisch faszinierende Fingerübung in der Tradition des Film noir ab und macht damit Lust darauf, sich mit diesem Abschnitt der Filmgeschichte auseinanderzusetzen. Stilistisch imitiert und zitiert er einige Klassiker der vierziger Jahre wie z.B. "Casablanca" (schwarz/weiß, Kamera-Führung, Bildkomposition, Lichtsetzung, Schnitt-Technik, Schauspiel-Stil usw.). Er montiert geschickt Original-Aufnahmen des zerbombten Berlin, wie sie von Regisseuren wie Billy Wilder oder William Wyler nach Kriegsende im Auftrag der Alliierten gedreht wurden, in seinen Film hinein. Die Geschichte hingegen ist äußerst dünn und viele Themen werden nur angerissen bzw. sehr oberflächlich behandelt. Als Einstieg für eine Diskussion über die schwierige Zeit nach dem Krieg, in der viele Opfer zu Tätern wurden, um ihre eigene Haut zu retten, ist der Film aber immerhin "annehmbar als Diskussionsfilm ab 14 Jahren".


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