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Titel

We feed the World

Originaltitel

We feed the World

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2005

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:39:40 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt., tlw. OmU

Sprache Ton

Regie

Erwin Wagenhofer

DarstellerInnen

Jean Ziegler (UN-Sonderberichterstatter), Peter Brabeck (CEO Nestlé), Karl Otork (Produktionsdirektor v. Pioneer in Rumänien), u.v.a.

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Der österreichische Dokumentarfilm ironisiert im Titel den Slogan des Weltnahrungsmittelkonzerns Nestlé. Während in den reichen Ländern des Nordens die Nahrungsmittelindustrie immer größere Überschüsse produziert - empörend die Menge an Brot und Gebäck, die täglich aus den Supermärkten zur Entsorgung abgeholt wird -, finden die Kinder im armen Nordosten Brasiliens oft weder genügend sauberes Trinkwasser noch Nahrungsmittel zum Überleben vor. Den Wahnsinn der Globalisierung kommentiert der Schweizer UN-Berichterstatter für das Welternährungsprogramm Jean Ziegler. Auch der aus Kärnten stammende Konzernchef von Nestlé, Peter Brabeck, wird am eleganten Firmensitz in Vevey am Genfer See interviewt und erhält Gelegenheit, die Philosophie seines Unternehmens darzulegen. Stolz weist er darauf hin, dass sein Konzern weltweit in der Lage ist, Arbeitsplätze zu schaffen, und straft sich am Ende doch Lügen, wenn er eine vollkommen robotisierte Produktionslinie in einem seiner Werke auf dem Videoschirm vorführt.

Alterskennzeichnung

Problematisch unter dem Gesichtspunkt des Jugendschutzes sind die ins Bild kommenden industrialisierten Tierfabriken, wo am Fließband Hühner ausgebrütet, gefüttert, großgezogen und schließlich geschlachtet werden. Kleinere Kinder neigen dazu, aus Mitleid mit der Kreatur in solchen Fällen emotional überzureagieren. Jedenfalls sollte deshalb eine Altersgrenze mit sechs Jahren eingezogen werden. Es würde sich daher empfehlen, jüngere Besucher/innen mit Argumenten auf die gezeigten Filminhalte vorzubereiten.

Positivkennzeichnung

Der Film wirft Streiflichter auf die globalisierte und industrialisierte Nahrungsmittelproduktion. Ohne fertige Rezepte anbieten zu können, regt er jedenfalls zur Diskussion und zu einem geänderten Konsumentenverhalten an. Optisch gut aussehende Auberginen oder Paradeiser werden oft von den Saatgutfirmen und den Erzeugern nur als so genannte Hybride angeboten, die den Produkten zwar ein schöneres Aussehen verleihen, ihnen aber den von früher gewohnten Geschmack nehmen. Auch in der Fischindustrie sind die Produkte durch die modernen Fangmethoden so mangelhaft, dass man sie, wie ein Experte zynisch bemerkt, "nicht essen, sondern nur verkaufen kann". (Empfehlenswert als Diskussionsfilm ab 10 Jahren.)


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