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Titel

Die fetten Jahre sind vorbei

Originaltitel

Die fetten Jahre sind vorbei

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2004

Herkunftsländer

Deutschland, Österreich

Länge

02:12:18 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Hans Weingartner

DarstellerInnen

Daniel Brühl .... Jan, Julia Jentsch .... Jule, Stipe Erceg .... Peter, Burghart Klaußner .... Hardenberg, Peer Martiny .... Villenbesitzer, Petra Zieser .... Villenbesitzerin, Laura Schmidt .... Tochter, Sebastian Butz .... Sohn, Oliver Bröcker .... Aggressiver Globalisierungsgegner, Knut Berger .... Globalisierungsgegner, Hanns Zischler .... Vermieter

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Die Freunde Peter und Jan leisten ihren eigenen Beitrag zum gewaltlosen Widerstand gegen die Globalisierung: Sie brechen nächtens in Villen ein, stehlen dort aber nichts, sondern gruppieren die Möbel um und hinterlassen Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei" und "Sie haben zu viel Geld" - jeweils unterschrieben mit "Die Erziehungsberechtigten". Ins Kippen gerät das Geschehen, als sich Jan und Peters Freundin Julia verlieben, die beiden bei einem Einbruch vom Besitzer, einem reichen Geschäftsmann, überrascht werden und diesen mehr oder weniger unfreiwillig als Geisel nehmen. Dafür haben sie keinen "Plan B", also flüchten sie gemeinsam mit dem zu Hilfe gerufenen Peter und ihrer Geisel zunächst in die Einsamkeit der österreichischen Alpen.

Alterskennzeichnung

Besonders problematisch erschien der Kommission, dass die vielen illegalen Handlungen (Einbrüche, Sachbeschädigungen, Geiselnahme u. ä.) letztendlich keinerlei (strafrechtliche) Konsequenzen für die Protagonist/innen haben. Eher im Gegenteil, denn das Trio kommt davon und macht offensichtlich weiter. Die Vorbildwirkung der auf Jugendliche vermutlich sehr positiv wirkenden Identifikationsfiguren könnte v. a. gefährdungsgeneigte Jugendliche auch zur Nachahmung anregen. Wenn der Film nicht entsprechend begleitet wird, bzw. entsprechende Verarbeitungsmöglichkeiten fehlen, kann die gezeigte Kriminalität verharmlosend wirken. Diese Sachverhalte und die sehr realistische Art und Weise der Darstellung sowie die Länge des Films ließen die Kommission auf "zulässig ab 14 Jahren" entscheiden.

Positivkennzeichnung

Hans Weingartners zweite Regiearbeit ("Das weiße Rauschen", Index Nr. 62/2002) wurde heuer im Wettbewerb von Cannes gezeigt. Gesellschaftskritisch aber auch unterhaltsam wirft der Film Fragen auf, mit denen Jugendliche sich gerne auseinander setzen. Intelligente Dialoge über kollidierende Wertvorstellungen und gesellschaftliche Ausweglosigkeiten machen ihn zu einem empfehlenswerten Diskussionsfilm (ab 14 Jahren).


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