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Titel

Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft

Originaltitel

Coco avant Chanel

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2009

Herkunftsländer

Frankreich

Länge

01:50:34 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Anne Fontaine

DarstellerInnen

Audrey Tautou (Coco Chanel), Benoît Poelvoorde (Balsan), Alessandro Nivola (Arthur Capel), Marie Gillain (Adrienne Chanel), Emmanuelle Devos (Emilienne d'Alençon)

Verleiher

Warner Bros Pictures GmbH

Inhalt

Basierend auf der Biografie "L'Irrégulière ou mon itinéraire Chanel" (Edmonde Charles-Roux, 1974) erzählt der Film den Beginn des Aufstiegs der im Waisenhaus aufgewachsenen Näherin Gabrielle Bonheur Chanel (1883-1971) zur Mode-Ikone "Coco". Diesen Namen erhält sie, als sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester als talentlose Varieté-Sängerin am Gassenhauer "Qui qu'a vu Coco?" versucht. Sie lernt den adligen Schlossherrn Etienne Balsan kennen, ein Lebemann der alten Elite, der kurzzeitig ihr Liebhaber und fortan ihr Mäzen ist und sie, wenn auch etwas widerwillig, in die konventionelle Gesellschaft einführt. Dennoch möchte sie nicht als ausgehaltene Frau enden, auch wenn es lange Zeit so aussieht. Inspiriert durch die strenge Kleidung der Klosterschwestern, durch Herrenhosen, Reiter- und Matrosengewand führt sie den Damen alsbald vor Augen, wie gefangen sie in ihrer Kleidung mit engen Korsetts, ausladenden Hüten und plüschig-rüschigen Roben sind. Sie näht ihre eigenen Hüte und verändert ihre Kleider, manchmal auch die von Balsan so, dass sie bequem sind. Entgegen ihrem Willen, sich niemals zu verlieben oder gar zu heiraten, verliebt sie sich in den englischen neureichen Unternehmer Arthur "Boy" Chapel, der zur großen Liebe ihres Lebens wird. Sein Unfalltod trifft sie hart. Der Film endet mit der Eröffnung ihrer Pariser Boutique, die sich im Mai dieses Jahres zum hundertsten Mal jährte (nicht weniger als fünf Filme, schon fertig oder in Produktion, erscheinen zu diesem Anlass).

Alterskennzeichnung

Bis auf einige wenige erotische Szenen sah die Kommission keine jugendschutzrelevanten Inhalte, sie empfiehlt eine Freigabe für alle Altersstufen.

Positivkennzeichnung

Der Film ist eine recht weichgezeichnete Biografie der späteren Moderevolutionärin, eher eine konventionelle Aschenputtel-Variation, denn eine realistische Charakterstudie. Ihr verbissener Ehrgeiz, ihre opportunistische Skrupellosigkeit bleibt ebenso außen vor wie ihre Impertinenz. Allenfalls die Schlusssequenz - sie zeigt die Chanel vor einem Spiegel sitzend, in dem sich ihr Porträt dreifach bricht - deutet die Komplexität ihrer Persönlichkeit an. Die Aschenputtel-Variation überlagert denn auch eine Emanzipationsgeschichte, angedeutet etwa in jener Szene, in der Chanel die Hemden Balsans anzieht, um so wie er unabhängig und frei in der Wahl der Hobbys und Liebhaber zu leben. Selbst ihre Mode kommt bei diesem Konzept zu kurz, bezeichnend jene Sequenz, in der sie mit ihrem selbst geschneiderten Kleid im Ballsaal einfach untergeht. Formal bietet der Film an Hollywood angelehntes konventionelles Erzählkino. Annehmbar als Porträt ab 12 Jahren.


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