Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Little Alien

Originaltitel: Little Alien
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2008
Herkunftsländer: Österreich
Länge: 01:38:40 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt., tlw. OmU
Sprache Ton
Regie: Nina Kusturica
DarstellerInnen: Nura Bishar, Asha Abdirahman, Jawid Najafi, Alem Ghamari, Ahmed Khodadadi, Achmad Abdirahman, Khalil Karimi, Juma Hassani, Zahra Ibrahim, Herbert Langthaler, Aref Achmadi, Amanuddin Ghasemi, Hosein Ghaznawi, Mohammed Shirzai, Thomas Richard, Said Rezai, Juma Karimi, Gerhard Wallner, Hishame Zair, Peter Newole, Ilse Anna Böhm, Alfred Walcher, Thomas Neugschwendtner, José Palazón, Ibrahim Hachube, Ana Manavi, Klaus Karlbauer, Hafiz Karwandgar
Verleiher: Mobilefilm Produktion

Inhalt: In ihrer Dokumentation zeigt die Regisseurin das Schicksal der vier jugendlichen Teenager Ahmed und Achmad sowie Nura und Asha, denen es gelungen ist, auf ihrer Flucht bis nach Österreich zu gelangen. Bedrückend schildert sie den Kampf der Asylsuchenden mit den Behörden um den ersehnten Besitz der "weißen Karte" und um die Unterstützung durch Helfer von NGOs und Anwälten. Die Hoffnungslosigkeit der Jugendlichen, ein normales Leben führen zu können, wird ebenso thematisiert wie deren Sehnsucht nach ihren Familien. Schlaglichtartig werden verschiedene Stationen von Flüchtenden in Afrika und Europa gezeigt und die gefährlichen Wege, auf denen diese versuchen, Europa zu erreichen.

Alterskennzeichnung: Zwar wird auf die über weite Teile des Films untertitelten Dialoge hingewiesen, doch konnten keinerlei gefährdende oder beängstigende Inhalte festgestellt werden (uneingeschränkt).

Positivkennzeichnung: Der jungen Regisseurin Nina Kusturica, selbst mit Migrationshintergrund, war es ein Anliegen einerseits die Hoffnungslosigkeit der jungen Flüchtlinge aufzuzeigen, andererseits dem Betrachter aber zu vermitteln, dass diese Jugendlichen genauso gerne einen normalen Alltag führen wollen: Spaß haben, verliebt sein oder Feste feiern. Kusturica gelingt es sehr gut, die Trostlosigkeit über den Verlust der Familie, die bedrückende Situation und die Schwierigkeiten der jungen Menschen im Umgang mit den Behörden im Kampf um Asyl zu veranschaulichen. Somit ist dieser Film sicherlich annehmbar als Diskussionsgrundlage (ab 12 Jahren).

<< Zurück zu den Suchergebnissen