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Titel

Die Fälscher

Originaltitel

Die Fälscher

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2007

Herkunftsländer

Deutschland, Österreich

Länge

01:38:56 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Stefan Ruzowitzky

DarstellerInnen

Karl Markovics (Salomon Sorowitsch), August Diehl (Adolf Burger), Devid Striesow (Friedrich Herzog), Martin Brambach (Holst), Veit Stübner (Atze), August Zirner (Dr. Klinger), Andreas Schmidt (Zilinski), Sebastian Urzendowsky (Kolja), Lenn Kudrjawizki (Loszek), Tilo Prückner (Hahn), Marie Bäumer (Aglaia), Dolores Chaplin (Rothaarige)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Neben der militärischen und der psychologischen Kriegsführung gab es im Zweiten Weltkrieg auch eine wirtschaftliche. So ließ die Führung Nazideutschlands die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner herstellen. Mit den Blüten wollte man die feindlichen Wirtschaften überschwemmen und vor allem in Großbritannien eine hohe Inflation schaffen. Produktionsort war das nördlich von Berlin gelegene KZ Sachsenhausen. Unter dem Decknamen "Unternehmen Bernhard" wurde in zwei strikt vom restlichen Lager und der Außenwelt abgeschotteten Blocks eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt eingerichtet. Aus anderen Lagern brachte man jüdische Häftlinge nach Sachsenhausen, die den Plan umsetzen sollten: hoch spezialisierte Drucker, ehemalige Bankbeamte und professionelle Geldfälscher. Die Mitarbeit sicherte ihnen zumindest kurzfristig das Leben, Sabotage bedeutete den sicheren Tod.

Alterskennzeichnung

Ein Film, der den Anspruch hat, der Wirklichkeit eines deutschen Konzentrationslagers nahezukommen, kommt ohne Gewalt nicht aus. Gewalt, Brutalität und Mord waren Herrschaftselemente im Dritten Reich, besonders im KZ-System. Die ständige Bedrohung der Häftlinge, das Leben verlieren zu können, ist für das Publikum belastend. Gleichzeitig muss auf den Kontext hingewiesen werden, in dem die Szenen handeln. Gerade junge Menschen sollen im Sinne einer demokratischen Erziehung und politischen Bildung mit der unschönen geschichtlichen Wahrheit konfrontiert werden können. Das Gezeigte muss allerdings verkraftbar sein. Die Kommission diskutierte intensiv zwischen einer Freigabe ab 14 und einer ab 12 Jahren und empfiehlt letztlich die Freigabe ab 12 Jahren.

Positivkennzeichnung

Der Film ist sehr gut und beeindruckend gemacht. Regie, schauspielerische Leistungen und wirklichkeitsnahe Bilder sind hervorzuheben. Neben dem wertvollen Inhalt des Filmes ist auch die dargestellte Solidarität der Häftlinge unter schwierigsten Bedingungen zu erwähnen. Sehr empfehlenswert ab 12 Jahren als Film über die Geldfälscherwerkstätte im KZ Sachsenhausen.


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