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Titel

The East

Originaltitel

The East

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2012

Herkunftsländer

USA

Länge

01:56:15 (hh:mm:ss)

Sprachversion

OmU

Sprache Ton

Englisch

Regie

Zal Batmanglij

DarstellerInnen

Brit Marling (Sarah), Alexander Skarsgård (Benji), Ellen Page (Izzy), Patricia Clarkson (Sharon), Toby Kebbell (Doc), Shiloh Fernandez (Luca), Julia Ormond (Paige Williams), Wilbur Fitzgerald (Robert McCabe), Aldis Hodge (Thumbs), Jason Ritter (Tim)

Verleiher

ABC-FILMS

Inhalt

Die radikale und anarchistische Untergrundgruppe "The East" hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen korrupte Unternehmen vorzugehen, die die Umwelt verschmutzen und ökologisch bedenkliche und gefährliche Produkte in Umlauf bringen. Allerdings sind die Methoden, deren sich "The East" bedient, äußerst bedenklich und es wird auch der Tod von Menschen in Kauf genommen. Die Mitglieder der Gruppe überfallen eine Firma, die für eine Ölpest verantwortlich ist, und stellen ein Video ihrer Aktion ins Internet mit der Ankündigung, vier weitere Anschläge zu planen. Die ominöse private Sicherheitsfirma Hiller Brood, die ihre Klienten aus den Schlagzeilen heraushalten soll, engagiert die ehemalige FBI Agentin Sarah, um sich in die Gruppe einzuschleusen und den weiteren Anschlagszielen auf die Spur zu kommen. Sarah taucht in den Untergrund ab und gibt vor, auf der Straße als Aussteigerin zu leben. Da die Gruppe hauptsächlich aus jungen, die Konsumgesellschaft ablehnenden Idealisten besteht, wird sie bald darauf von "The East" rekrutiert. Sarah gelingt es, das Vertrauen der Gruppe zu gewinnen, deren charismatischer Anführer Benji es ihr sofort angetan hat. Je länger sie in der Gruppe tätig ist, umso mehr gerät ihr gesamtes Weltbild ins Wanken und sie beginnt sich mit "The East" immer mehr zu solidarisieren ...

Alterskennzeichnung

Jungregisseur Zal Batmanglij und Drehbuchautorin und Aktrice Brit Marling greifen in ihrem Low-Budget-Projekt "The East" das aktuelle Thema Umweltschutz und Verantwortung auf und schufen einen Ökothriller, der es von Beginn an versteht, die ideologische Verwirrung der Hauptdarstellerin nachzuvollziehen. Sarah erfährt im Laufe der Handlung einen Sinneswandel und solidarisiert sich zusehends mit den guten Absichten der Untergrundbewegung "The East", die große Konzerne als Ökosünder entlarvt und diese zur Verantwortung zieht. Allerdings sind die Methoden der Aktivisten äußerst fragwürdig und gleiten immer mehr in Öko-Terrorismus ab. Einige Szenen des Filmes machen eine Alterseinschränkung notwendig, so wird zum Beispiel die Ausweidung eines Rehs in aller Deutlichkeit gezeigt, eine Pistolenkugel wird einer Person chirurgisch entfernt, wobei eine Menge Blut fließt und eine junge Frau verletzt sich selbst mit einer Dose.
Für den Jugendschutz besonders relevant sind zum einen die durchgehend anhaltende dramaturgische Spannung und die größtenteils glaubwürdige Handlung mit deutlichem Gegenwartsbezug und hohem Identifikationspotential. Der Rezipient identifiziert sich mit der Hauptdarstellerin und wird in ihren emotionalen Konflikt involviert, hin und her gerissen zwischen Sympathisierung mit den Zielen der Gruppe und Ablehnung ihrer brutalen Methoden.
Nach längerer Diskussion entschloss sich die Kommission, den Film für Jugendliche ab 14 Jahren freizugeben, obwohl er eine emotionale Herausforderung darstellt, die aber ab diesem Alter bewältigbar ist und nicht zu einer Überforderung führt.

Positivkennzeichnung

Regisseur Zal Batmanglij und Co-Autorin Brit Marling haben im Vorfeld des Filmes hautnahe Recherchen betrieben, indem sie für einen Sommer als Aussteiger lebten, sich aus Mülltonnen ernährten und dabei auch interessante gruppendynamische Prozesse durchlebten. Dadurch erhält der Film eine besondere Authentizität, die ohne Zweifel durch dieses Experiment geprägt wurde.
Die Hauptdarstellerin vollzieht eine dramatische Wandlung, sie erkennt, dass es notwendig ist, gegen korrupte, menschenverachtende und nur auf den Profit orientierte Konzerne vorzugehen. Obwohl sie sich anfänglich sehr bald mit den Idealen von "The East" identifizieren kann, steht sie den terroristischen Methoden der Gruppe skeptisch gegenüber und bezieht immer wieder klar dagegen Stellung, ohne allerdings belehrend zu wirken. So kann das Grundthema des Filmes – Wie weit darf man gehen, um seine, wenn auch hehren Interessen zu vertreten? – als sehr gute Diskussionsgrundlage dienen, besonders unter dem Aspekt, dass er Emotionen und Sympathien für die Terroristen weckt, die unbedingt reflektiert werden müssen. Das biblische Prinzip -– Auge um Auge, Zahn um Zahn - wird deutlich hinterfragt und der Rezipient wird animiert sich zu überlegen, was er dazu beitragen könnte, damit die Welt eine bessere wird.
Die Kommission befand den auch formal sehr gut gemachten Film mit exzellenten Darstellern daher als "empfehlenswert ab 16 Jahren als Ökothriller".


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