Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Verblendung (TV-Version)

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo
Filmtyp: DVD
Herstellungsjahr: 2011
Herkunftsländer: USA
Länge: 02:27:00 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: David Fincher
DarstellerInnen: Daniel Craig (Mikael Blomkvist), Rooney Mara (Lisbeth Salander), Christopher Plummer (Henrik Vanger), Stellan Skarsgård (Martin Vanger), Steven Berkoff (Frode), Robin Wright (Erika Berger), Yorick van Wageningen (Bjurman), Joely Richardson (Anita Vanger), Embeth Davidtz (Annika Giannini), Goran Visnjic (Dragan Armansky)
Verleiher: ORF

Inhalt: Für das Fernsehen etwas adaptierte amerikanische Verfilmung des ersten Teils der Bestseller-Trilogie „Millennium – Verblendung“ nach der Buchvorlage des schwedischen Journalisten Stieg Larsson.
Nachdem der aufrechte und investigative Journalist der unabhängigen Zeitung "Millennium", Mikael Blomkvist, bei einem Gerichtsprozess gegen einen mächtigen Konzern seinen guten Ruf und nahezu seine gesamten Ersparnisse verliert, erhält er ein interessantes Angebot von dem 82-jährigen Patriarchen Henrik Vanger. Mikael soll das seit 40 Jahren ungeklärte Verschwinden der jungen Harriet, Nichte von Vanger, aufklären. Die ebenso unorthodox aussehende wie auch agierende 24-jährige Lisbeth Salander hat über eine Firma im Auftrag von Vanger Mikael Blomkvist intensiv durchleuchtet. Lisbeth hat eine sehr eigentümliche Persönlichkeit, ist psychiatriegeschädigt, prinzipiell jedem gegenüber abweisend und misstrauisch – und muss sich, nachdem ihr derzeitiger Vormund einen Schlaganfall hatte, ihrem neuen Vormund stellen. Dieser entpuppt sich als neurotischer Machtmensch und Vergewaltiger. Lisbeth lässt sich das nicht lange gefallen und nimmt entsprechende Rache. Auch ist sie überzeugt, dass Blomkvist durch eine gezielte Verleumdung diskreditiert wurde. Da Mikael durch einen zufälligen Hinweis seiner Tochter eine neue, heiße Spur in dem lange zurückliegenden Fall findet, sucht er Unterstützung – und findet diese in Lisbeth Salander. Nachdem Mikael klargemacht hat, dass die höchst penible und sicher nicht rechtskonforme Durchleuchtung seiner Person bis ins Intim-Private zwar nicht erfreut, er aber auch nicht nachtragend sein will und die Nachforschungen auch Lisbeths Interesse wecken, kommt sie zu ihm auf die Insel der Familie Vanger. Gemeinsam arbeiten sie an der Aufklärung mehrerer Frauenmorde, die offenbar mit dem Verschwinden Harriet Vangers zu tun haben. Bei allen handelt es sich um Frauen jüdischen Namens, und Mikael und Lisbeth vermuten, dass ein Zusammenhang mit den Nazi-Sympathisanten in der Familie Vanger – Harald, Gottfried und Martin – besteht. Die restliche Familie lehnt jedenfalls die Nachforschungen ab, die auf Henriks Geheiß betrieben werden, und Mikael und Lisbeth sind bald in großer Gefahr …


Alterskennzeichnung: In dem atmosphärisch dichten Film kommen einige Gewaltszenen vor: Lisbeth wird von ihrem neuen Vormund andeutungsweise zum Oralverkehr genötigt und im weiteren Handlungsverlauf schließlich brutal vergewaltigt. Zuerst noch ohnmächtig gegenüber ihrer Abhängigkeitssituation, nimmt sie bald darauf jedoch ebenso heftig Rache an ihrem Peiniger. Mikael wird bei einem Erkundungsgang durch den Wald der Insel durch Gewehrschüsse leicht verletzt, in der weiteren Folge wird er gegen Ende der Filmhandlung gefangengenommen und beinahe umgebracht. Die angeführten Szenen wurden (gegenüber der Kinoversion) stark entschärft. Die Darstellungen von Gewalthandlungen wirken durchwegs abschreckend. Die Kommission empfiehlt eine Freigabe ab 14 Jahren, da ab diesem Alter die teilweise doch fiktional wirkende Handlung bzw. die handelnden Personen – vor allem die Figur der Lisbeth Salander mit fotografischem Gedächtnis und unerbittlicher Geradlinigkeit bei gleichzeitiger persönlicher Inkonsistenz (u.a. die Frage gegen Ende …“Darf ich ihn töten? …“) – entsprechend eingeordnet werden können. Weiters bieten die Rezeptionsbedingungen beim Fernsehen weitreichendere Entlastungsmöglichkeiten als ein Filmkonsum im Kino.

Positivkennzeichnung:  -

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