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Titel

Kreuzweg

Originaltitel

Kreuzweg

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2014

Herkunftsländer

Deutschland

Länge

01:50:15 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Deutsch

Regie

Dietrich Brüggemann

DarstellerInnen

Lucie Aron (Bernadette), Anna Brüggemann (Ärztin), Michael Kamp (Vater (as Klaus Michael Kamp)), Moritz Knapp (Christian), Birge Schade (Sportlehrerin), Florian Stetter (Pater Weber), Sven Taddicken (Krankenpfleger), Lea van Acken (Maria), Franziska Weisz (Mutter), Georg Wesch (Thomas)

Verleiher

ThimFilm GmbH

Inhalt

Maria ist ein 14-jähriges Mädchen, das in einer streng katholischen Familie in Deutschland lebt. Sie steht kurz vor ihrer Firmung. Ihr Glaube ist ihr sehr wichtig. Wobei die Familie nicht Mitglied einer normalen römisch-katholischen Gemeinde ist, sondern einer konservativen traditionalistischen Priesterbruderschaft. Ihr charismatischer Pfarrer Weber hat großen Einfluss auf Marias Weltbild, wonach der Mensch vollständig im Dienste Gottes steht, Verzicht und Opferbereitschaft von Gott gewollt sind. Marias Mutter ist die dominante Person in der Familie. In der Schule ist sie eine Außenseiterin und wird von ihren Mitschüler/innen belächelt. Und dann gibt es noch den vierjährigen Bruder, der in seinem Leben noch kein einziges Wort gesprochen hat.

Alterskennzeichnung

Der Film ist vom Gewissenskonflikt Marias und dem (auch entwicklungspsychologisch bedingten – Stichwort „Pubertät“) Konflikt mit ihrer Mutter und der daraus resultierenden belastenden Stimmung geprägt. Als weiterer Einschränkungsgrund wurde die schlechte Behandlung Marias durch ihre Mitschüler/innen genannt. Wer die Bibel kennt, hat bei diesem Film einen Informationsvorsprung, denn Marias Kreuzweg hat wie der Jesus‘ 14 Stationen und das Ende kann erahnt werden. Die Kommission führte eine intensive Diskussion zwischen 14 und 12 Jahren und empfiehlt einstimmig die Freigabe ab 12 Jahren.

Positivkennzeichnung

Keine leichte Kost, jedoch eine wohltuende Abwechslung zum oberflächlichen Mainstream-Unterhaltungskino aus Übersee – darin war sich die Kommission einig. Der Film zeigt die Gewissensnot, in der Gläubige stecken können, er zeigt die negativen Folgen von unbedingtem kindlichem Gehorsam gegenüber den Eltern (hier vor allem: der Mutter). Auch die Leistung der jugendlichen Hauptdarstellerin wurde als Hervorhebungsgrund genannt. Vor dem individuellen Schicksal einer Jugendlichen wirft der Film die politisch heikle, sehr wichtige Frage auf, wie viel kirchlichen / religiösen Einfluss braucht die moderne Gesellschaft, wie viel Einfluss darf sie zulassen? Der Film kann unterschiedlich verstanden und gelesen werden, er wirft interessante und aktuelle Fragen auf. Einig war sich die Kommission, dass der Film „empfehlenswert als Diskussionsfilm mit Begleitung“ ist. Wie schon bei der Alterskennzeichnung wurde diskutiert, ob ab 12 oder ab 14 Jahren, hier war das Ergebnis mehrheitlich ab 14 Jahren.


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