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Titel

Winnetous Sohn

Originaltitel

Winnetous Sohn

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2014

Herkunftsländer

Deutschland

Länge

01:32:07 (hh:mm:ss)

Sprachversion

Sprache Ton

Deutsch

Regie

André Erkau

DarstellerInnen

Lorenzo Germeno (Max), Tristan Göbel (Morten), Christoph Letkowski (Torsten), Alice Dwyer (Birte), Tyron Ricketts (George), Katharina Marie Schubert (Evi), Uwe Ochsenknecht (Der General), Armin Rhode (Der Sheriff), Josefine Erkau (Paula), Johannes Allmayer (Olli)

Verleiher

Luna Film

Inhalt

Der 10-jährige Max ist blond, rundlich und trägt eine Brille. Schon lange schlägt in seiner Brust das Herz eines Indianers, er nennt sich „Häuptling“ und verlässt die Wohnung nie ohne Federschmuck. Als er erfährt, dass die Karl-May-Spiele einen neuen Darsteller für Winnetous Sohn suchen, möchte er unbedingt am Casting teilnehmen. Er hofft, seine Eltern wieder zusammenzubringen, wenn er die Rolle bekommt. Sein neuer Freund Morten, den er im Indianer-Camp kennengelernt hat, hilft ihm beim Training.

Alterskennzeichnung

Die Einstiegssequenz mit den Proben für die Karl-May-Spiele kann erst im Nachhinein entschlüsselt werden. Sie enthält einiges, das für die Allerjüngsten eventuell zu ängstigend sein könnte, also etwa dass „Winnetou“ das Erhängen droht und sogar noch der Schemel unter seinen Füßen weggestoßen wird. Auch die Schießerei, das Hantieren mit „Dynamit“, der Abwurf von „Winnetous Sohn“ von dessen scheuendem Pferd sowie der Alkoholkonsum eines Darstellers wurden hier genannt. Weitere Gründe für die Einschränkung waren die spannende Szene, in der Max die Pferde aufhalten muss, sowie die Sprengung von Mortens Modell in dessen Kinderzimmer, die unkommentiert bleibt und eventuell zur Nachahmung einladen könnte („freigegeben ab 6 Jahren“).

Positivkennzeichnung

Der Film ist im Rahmen der Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“ entstanden, mit der Produktionen nach Originaldrehbüchern (also nicht nach Buch-Vorlagen oder bekannten Marken) unterstützt werden. Anknüpfend am Alltag von Max, in dem es um die Trennung der Eltern und ihre Verlässlichkeit geht, erzählt der Film mit viel Humor (Indianer-Weisheiten!) und ganz aus der kindlichen Perspektive von einem Buben, der hartnäckig seinen großen Traum verfolgt. Max agiert sogar dann noch selbstbewusst, als ihn sein Vater wegen seines Aussehens zu demoralisieren versucht. Dabei verschließt Max die Augen nicht vor der Realität (Alkoholproblem des Vaters u. ä.), nur bleibt er anderen Menschen gegenüber trotz allem stets offen, hilfsbereit und positiv. Wichtig ist ihm auch die Freundschaft zu Morten und dass die beiden füreinander da sind, auch wenn z.B. Morten nicht Fahrrad fahren (Max: „Das braucht dir vor mir nicht peinlich sein.“) kann. In den Hauptrollen von den jungen Darstellern ganz wunderbar gespielt, fallen lediglich die überzeichneten Erwachsenen-Figuren (vor allem Mortens Eltern) negativ auf. Animationsszenen, entfärbte Rückblenden in Max’ frühere Kindheit und die stimmige Musik runden den ansonsten unterhaltsamen und berührenden Film ab („sehr empfehlenswert als Kinderfilm ab 8 Jahren“).


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