medienservice
Bildung































JMK

Filmdatenbank Sucheergebnis

Suchergebnisse in alphabetischer Reihenfolge:


Titel

Fack Ju Göhte 2

Originaltitel

Fack Ju Göhte 2

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2015

Herkunftsländer

Deutschland

Länge

01:55:22 (hh:mm:ss)

Sprachversion

Sprache Ton

Deutsch

Regie

Bora Dagtekin

DarstellerInnen

Elyas M’Barek (Zeki), Karoline Herfurth (Lisi), Katja Riemann (Gudrun Gerster), Jana Pallaske (Charlie), Volker Bruch (Hauke), Max von der Groeben (Danger), Gizem Emre (Zeynep), Aram Arami (Burak), Lucas Reiber (Etienne), Anna Lena Klenke (Laura)

Verleiher

Constantin Film

Inhalt

Der Kleinganove Zeki Müller (Elyas M’Barek) hat sich scheinbar arrangiert mit seinem Dasein als Lehrer und Freund der ehrgeizigen Kollegin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth). Auch die Schüler und Schülerinnen der berüchtigten 10b vertrauen darauf, dass er sie – wie versprochen – durch das Abitur begleiten wird. Heimlich allerdings träumt er immer noch davon mit der Beute seines Überfalls eine Bar zu eröffnen. Als dann gleichzeitig einer seiner ehemaligen Komplizen bei einem Ausbruchsversuch ums Leben kommt und seine Direktorin ihre Schule zur Hauptdarstellerin einer Imagekampagne des Ministeriums machen will, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Und ehe er sich versieht, findet sich Zeki mit den größten Problemfällen seiner Klasse in Thailand wieder, wo zu allem Überfluss auch noch ein Kampf mit dem konkurrierenden Schillergymnasium ausgetragen werden muss.

Alterskennzeichnung

„Fuck ju Göthe“ bedient sich, der Titel weist ja schon recht deutlich darauf hin, einer durchgängig recht derben Sprache. Zudem bleiben auch diverse Gesetzesübertretungen ungeahndet. Denn wenn etwa die Schuldirektorin dem ehemaligen Häftling neidlos zuerkennt, dass seine Urkunde deutlich besser gefälscht ist als ihre, wird der Staat als Ordnungsmacht nicht besonders ernst genommen. Die Schüler der berüchtigten Klasse entstammen fast ausnahmslos den untersten sozialen Schichten und bringen nicht nur ihre, sondern auch die Probleme ihrer Eltern mit. Alkohol- und Drogenmissbrauch sind Alltag und um die eigenen Ziele zu erreichen, wird recht skrupellos gemobbt und manipuliert. Doch auch wenn die Alkoholpartys etwas wilder und diverse Actions heftiger ausfallen als im ersten Teil, läuft doch letztlich alles auf die Botschaft hinaus, dass wir im Grunde alle geliebt werden und es im Leben zu etwas bringen wollen.
Die der Komödie geschuldeten extrem überspitzten Stereotype erleichtern zudem die Distanzierung vom streckenweise schon recht derben Geschehen. Es ist daher davon auszugehen, dass ältere Kinder über ausreichend Erfahrung mit dem Genre verfügen, um das Gesehene verarbeiten zu können. Die Kommission sprach sich daher einstimmig für eine Freigabe ab 12 Jahren aus.

Positivkennzeichnung

Regisseur und Autor Bora Dagtekin macht sich ungeniert über alles lustig, was eine kleine oder große Pointe hergibt, und landet dabei verblüffend oft nah an den traurigen Rändern der Wirklichkeit. Trotz vieler Zuspitzungen und der teilweise sehr klischeehaft gezeichneten Figuren, gelingt es „Fuck ju Göthe“ sein Milieu recht genau zu zeichnen. Die Art und Weise, in der der Film die Entwicklungsprozesse seiner Figuren schildert, ermöglicht einen Blick hinter die coolen Oberflächen, die markigen Sprüche und die wechselseitigen Grobheiten. Er zeichnet ein eigentlich liebevolles Bild von Jugendlichen, denen das Schicksal wenig Chancen gegeben hat. Entscheidend für die knappe Entscheidung einer Positivkennzeichnung war schließlich die dem Film zugrundeliegende Botschaft, der mit seiner klaren Parteinahme für gesellschaftliche Randschichten vermittelt, dass aus jeder und jedem ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden kann. Dem Film wird daher ein Annehmbar als Komödie für Jugendliche ab 14 Jahren zuerkannt.


<< Zurück zu den Suchergebnissen