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Titel

Star Wars: Das Erwachen der Macht (3D)

Originaltitel

Star Wars: The Force Awakens

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2015

Herkunftsländer

USA

Länge

02:15:27 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

J.J.Abrams

DarstellerInnen

Harrison Ford (Han Solo), Mark Hamill (Luke Skywalker), Carrie Fisher (Leia Organa), Adam Driver (Kylo Ren), Daisy Ridley (Rey), John Boyega (Finn), Oscar Isaac (Poe Dameron), Lupita Nyong´o (Maz Kanata), Andy Serkis (Snoke), Domhnall Gleeson (General Hux), Anthony Daniels (C-3PO), Peter Mayhew (Chewbacca), Max von Sydow (Lor San Tekka), Kenny Baker (R2-D2), Gwendoline Christie (Captain Phasma)

Verleiher

The Walt Disney Company (Austria) GmbH

Inhalt

Es ist immer noch Krieg im Universum. Zwar wurde das Imperium durch die „Erste Ordnung“ abgelöst und die Jedi Ritter vertrieben, aber der Widerstand gegen das diktatorische Regime rund um den sinisteren Kylo Ren (Adam Driver) und den machtvollen Strippenzieher Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) ist nach wie vor aufrecht. Während die Bösen auch jetzt über eine machtvolle Superwaffe verfügen und mit ihrer Hilfe vollenden wollen, was Darth Vader begonnen hatte, kämpft der Widerstand mit der Tatsache, dass Luke Skywalker spurlos verschwunden ist.
Von all dem wenig beeindruckt zeigt sich die Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley), die auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten Jakku zu Hause ist. Der Verkauf alter Raumschiffteile ermöglicht ihr ein karges Einkommen und die Hoffnung, ihre Familie eines Tages wieder zu sehen, gibt ihr die Kraft weiterzumachen. Doch eines Tages kommt es zu zwei folgenschweren Begegnungen. Rey findet den Androiden BB-8 und der will ihr bald ebenso wenig von der Seite weichen wie der Sturmtruppler Finn (John Boyega), der nach einem besonders grausamen Einsatz seiner Einheit desertiert ist. Dass er sich bei seiner Flucht der Dienste des erfahrenen Widerstandspiloten Poe Dameron (Oscar Isaac) bedient hat, macht ihn zum Gejagten. Das verbindet ihn schnell mit der jungen Frau und dem Androiden. Die drei fliehen also nicht nur gemeinsam, sie haben auch ein Ziel: Sie wollen Luke Skywalker finden. Denn er, so hofft Commander Leia, könnte der Rebellion neue Hoffnung und damit auch neuen Schwung geben.

Alterskennzeichnung

Regisseur J.J. Abrams legt seinen „Star Wars“-Film zu Beginn recht realistisch an. Bis auf Reys fliegendes Moped und seine seltsamen Bewohner wirkt der Wüstenplanet wie ein moderner Kriegsschauplatz unserer Zeit. Entsprechend düster und grausam werden auch die Kampfhandlungen, die in der Exekution der zivilen Dorfbewohner durch von der Ersten Ordnung befehligte Sturmtruppler gipfeln, dargestellt. An Kriegsbilder aus dem Irak oder Syrien erinnernd könnten sie gerade auf jüngere Zuseher/innen durchaus verstörend wirken. Als Einschränkungsgründe wurden weiters der gleichzeitig dramatische und unerwartet kommende Vatermord sowie generell die Tatsache, dass das Thema Familie eine große (und nicht unbedingt nur positive) Rolle spielt, erwähnt. Im Rest des Films wirken die Kämpfe dann aber doch eher wie Computerspiele, die Monster sind nur zu dritt und im Grunde schnell besiegt und die Unterscheidung zwischen Gut und Böse fällt auch nicht wirklich schwer.
Aufgrund der oben angeführten Einschränkungsgründe entschied sich die Kommission nach einer längeren Diskussion dann doch mit knapper Mehrheit für die höhere Altersgrenze und empfiehlt eine Freigabe ab 12 Jahren.

Positivkennzeichnung

„Star Wars 7“ überrascht durch seinen realistischen Look und den Verzicht auf allzu aufdringliche CGI (Computer generated Images). Es waren aber vor allem die Rollen von drei zentralen Figuren, die Jugendliche zu interessanten Reflexionen anregen könnten. Allen voran die Heldin Rey (dargestellt von Daisy Ridley), die als Waise ganz auf sich gestellt ist und die trotz ihrer immensen technischen und fliegerischen Fähigkeiten eine sehr menschliche Figur bleibt. Obwohl sie ihre Familie verloren hat und sich nach Zugehörigkeit sehnt, ist sie sich des rechten Weges stets bewusst. Ganz anders ihr Gegenspieler Kylo Ren (Adam Driver). Er hat sich von der dunklen Seite der Macht verführen lassen. Und obwohl er spürt, dass er im Unrecht ist, ist sein Wunsch dem Führer zu gefallen stärker als sein moralisches Empfinden. Wie schwach er wirklich ist, wird durch seinen Jähzorn und seine aggressiven Ausbrüche deutlich.
Als dritte interessante Persönlichkeit bietet sich Finn (John Boyega) an. Er ist nicht so tapfer wie Rey, aber moralisch eindeutig stärker als Kylo. Obwohl er als Sturmtruppler ausgebildet wurde und ihm eigenständiges Denken eigentlich untersagt ist, möchte er nicht mehr an den Grausamkeiten der Ersten Ordnung teilnehmen und flieht. Er, der es mit der Wahrheit nicht immer sehr genau nimmt und dem ursprünglich jedes Mittel recht war, um zu entkommen, engagiert sich schließlich doch im Widerstand.
Der gut gespielte, aufwändig ausgestattete und sorgfältig inszenierte Film ist möglicherweise nicht nur für ein genreaffines junges Publikum interessant. Die Kommission spricht ihm daher mit klarer Mehrheit ein Empfehlenswert als Genrefilm für Jugendliche ab 12 Jahren zu.


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