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Titel

Birnenkuchen mit Lavendel

Originaltitel

le gout des merveilles

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2015

Herkunftsländer

Frankreich

Länge

01:40:48 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Eric Besnard

DarstellerInnen

Virginie Efira (Lousie), Benjamin Lavernhe (Peirre), Lucie Fagedet (Emma), Leo Lorleac (Felix), Herve Pierre (Jules), Hiam Abbass (Malanie), Laurent Bateau (Paul), Valentin Merlet (Banker), Francois Bureloup (Barbesitzer)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

Louise bäckt gerne den titelgebenden Birnenkuchen mit Lavendel, der auf einem Geheimrezept beruht und nur ihrer Familie zugutekommt. Die Birnen dazu kommen aus dem eigenen Birnenhain, der Louises viel zu früh verstorbenem Ehemann gehörte. Nun muss sie sich zusätzlich zu ihren beiden Kindern Emma und Felix auch noch um die Bewirtschaftung des Hofes kümmern. Leider ist die wirtschaftliche Lage der Familie sehr schlecht, gilt es doch noch einen Kredit zu bezahlen. Ihr Nachbar möchte gerne ihren Hof kaufen, doch Louise will den familiären Betrieb unbedingt erhalten. Eines Tages läuft ein Fremder vor ihr Auto und wird dabei leicht verletzt. Aus Schuldgefühl nimmt ihn Louise mit nach Hause. Pierre ist aber nicht so, wie andere Menschen, er hat das Asperger-Syndrom – eine Form von Autismus – und lebte bisher sehr einsam und zurückgezogen, was sich jedoch schnell ändert, als er die Familie kennenlernt und sich besonders gut mit den beiden Kindern von Louise versteht. Da Pierre über einigermaßen seltsame Angewohnheiten und Verhaltensmuster verfügt und zudem einen extremen Ordnungsfimmel hat, gestaltet sich die neue Freundschaft zuerst eher schwierig. Seine Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft rühren Louise und sie beginnt Gefühle für den einzigartigen Mann zu entwickeln …

Alterskennzeichnung

Es konnten keine für den Jugendschutz relevanten Inhalte festgestellt werden. Die Kommission entschied sich daher für eine uneingeschränkte Freigabe.

Positivkennzeichnung

Der ausgesprochen ruhig und sensibel erzählte Film besticht durch seine wunderbaren Landschaftsaufnahmen und durch die sehr glaubwürdigen und exzellenten Hauptdarsteller/innen. Auch die Nebenrollen sind ausgesprochen gut besetzt, wobei hier besonders die beiden jugendlichen Protagonist/innen hervorstechen. Unaufdringlich und gefühlvoll erzählt der Film von einer Familie, die trotz tragischer Schicksalsschläge fest zusammenhält und gemeinsam versucht, das Leben zu meistern. Im Vordergrund steht die Begegnung mit einem einzigartigen Menschen, der das Leben der Familie nachhaltig verändert. Daraus resultiert überaus feine Situationskomik, die durch die außergewöhnlichen Verhaltensweisen des autistischen Hauptprotagonisten entsteht, ohne diesen jedoch der Lächerlichkeit preiszugeben. Man lacht mit ihm und nicht über ihn und somit versteht sich der Film als Appell, das Besondere als solches anzuerkennen und nicht zu bewerten und zu verurteilen.
Die Kommission befand den Film einstimmig als „empfehlenswert ab 12 Jahren als Familiendramödie“.


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