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Titel

Siebzehn

Originaltitel

Siebzehn

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2016

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:44:58 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Monja Art

DarstellerInnen

Elisabeth Wabitsch (Paula), Anaelle Dézsy (Charlotte), Alexandra Schmidt (Lilli), Christopher Schärf (Lehrer Tangler)

Verleiher

Filmladen Filmverleih GmbH

Inhalt

Die 17-jährige Paula lebt mit ihrer Schwester und ihrem dementen Vater in einem Dorf in Niederösterreich und trägt die ganze Last der Verantwortung für ihre kleine Familie auf ihren Schultern. Da ihre Schule im Nachbardorf ist, fährt sie jeden Tag gemeinsam mit ihren Freunden Marvin und Kathrin mit dem Bus zur Schule. Paula ist eine ausgezeichnete Schülerin und besonders in Französisch äußerst begabt. Viele Burschen stehen auf sie, doch eigentlich ist sie in ihre Mitschülerin Charlotte verliebt. Diese hat aber einen festen Freund und Paula ist sich ihrer Gefühle auch noch sehr unsicher. So beginnt sie eine kurze Affäre mit einem Klassenkollegen. Weitere Unruhe in Paulas Leben bringt auch noch das Mädchen Lilli, das mit ihrer unkonventionellen und direkten Art auf der einen Seite fasziniert, auf der anderen Seite auch immer wieder seine und anderer Grenzen überschreitet, ohne auch nur einen Gedanken an mögliche Konsequenzen zu verschwenden …

Alterskennzeichnung

Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben einiger Jugendlicher, die ihre ersten Liebeserfahrungen machen und sich mit den Problemen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen müssen. Für den Jugendschutz relevant ist unter anderem eine derbe Sprache, Rangeleien zwischen Mädchen werden gezeigt, Alkohol und Drogen werden mit einem unkommentierten Selbstverständnis konsumiert. Einige Sexszenen kommen vor, unter anderem auch Oralsex zwischen Mädchen, allerdings nicht explizit und voyeuristisch. Einer der Burschen versucht sich mittels Tabletten das Leben zu nehmen, spuckt diese jedoch wieder aus. Bei einer Rangelei im Wasser versucht ein Mädchen ein anderes zu ertränken, lässt aber dann wieder von ihr ab. Die tristen Familienverhältnisse der Hauptprotagonistin und viele offen bleibende Fragen könnten ein jüngeres Publikum emotional überfordern. Die Kommission entschied sich daher für eine Freigabe ab 14 Jahren, da ab diesem Alter eine Desorientierung und emotionale Verstörung nicht mehr zu erwarten ist.

Positivkennzeichnung

In ihrem Langfilmdebut „Siebzehn“ zeichnet die Regisseurin Monja Art ein sensibles Portrait von Jugendlichen, die mit den Problemen des Erwachsenwerdens und ihrer Identitätsfindung – auch in sexueller Hinsicht – zu kämpfen haben. Es geht um unerfüllte Sehnsucht, um Liebe zwischen Burschen und Mädchen, zwischen Mädchen und Mädchen und alle damit verbundenen Konflikte und Machtspiele. Dabei konzentriert sich der Film in zurückhaltendem und wertfreiem Stil auf die Protagonist/innen und deren persönliche Herausforderungen. Das Thema Homosexualität wird beeindruckend unverkrampft und vorurteilsfrei behandelt. Eine ruhige Erzählweise und wunderschöne Landschaftsbilder lassen den Rezipient/innen viel Zeit und Raum, um in die Gefühlswelt der jungen Menschen einzutauchen und diese mitzuerleben. Der Film bietet für Jugendliche ein hohes Identifikationspotential, man fühlt sich den Darsteller/innen sehr nahe und durchleidet mit ihnen diese schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Die Kommission war sich einig, den Film mit „sehr empfehlenswert ab 16 Jahren als Coming-of-Age Film“ hervorzuheben.


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