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Titel

Der Himmel wird warten

Originaltitel

Le ciel attendra

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2016

Herkunftsländer

Frankreich

Länge

01:44:37 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Marie-Castille Mention-Schaar

DarstellerInnen

Noémie Merlant (Sonia Bouzaria), Naomi Amarger (Mélanie Thenot), Sandrine Bonnaire (Catherine Bouzaria). Clotilde Courau (Sylvie), Zinedine Soualem (Samir Bouzaria), Yvan Attal (Yvan, le père de Mélanie), Ariane Ascaride (La juge), Bruno Garcia (Homme groupe parents), Marine Béliard (Femme groupe parents), Samia Sassi (Femme groupe parents)

Verleiher

ThimFilm GmbH

Inhalt

Melanie ist 16 und eine normale Jugendliche. Am Ende des Films wird sie nach Syrien reisen, um sich dem IS (Islamischer Staat) anzuschließen. Dazwischen liegt der Prozess ihrer Radikalisierung, der sehr glaubwürdig und nachvollziehbar geschildert wird.
Ein zweiter Handlungsstrang widmet sich der siebzehnjährigen Sonia. Sie ist bereits voll radikalisiert; eine Sozialarbeiterin und ihre Mutter versuchen aber, sie aus ihrer Lage herauszuholen.

Alterskennzeichnung

Neben der Thematik „Rekrutierung zum Terrorismus“ und dem polizeilichen Sturm eines Einfamilienhauses sind vor allem der emotionale Grenzzustand von Sonia sowie ihre belastete Beziehung zu ihren Eltern (und wie sie diese auslebt) als problematisch hinsichtlich des Jugendschutzes zu sehen. Auch das Fehlen eines Happy Ends ist für Jüngere schwer hinzunehmen. Die Kommission entscheidet schlussendlich auf eine Freigabe ab 12 Jahren. Ab diesem Alter sollte sich einerseits der herausfordernd montierte Film halbwegs nachvollziehen lassen und andererseits – entwicklungsbedingt – eine hinreichende Fähigkeit zum Distanzieren vorhanden sein, sodass eine ausreichende Verarbeitung des Gesehenen möglich ist.

Positivkennzeichnung

Die Regisseurin Mention-Schaar hat einige Beispiele von islamistischer Radikalisierung und Rekrutierung zum IS studiert und zum vorliegenden Film verdichtet.
Ein Mitglied der Kommission sieht den Film sehr problematisch. Denn für Jugendliche ist es sehr naheliegend, sich mit Melanie zu identifizieren, und deren Verwandlung zur radikalisierten Islamistin verläuft Schritt für Schritt und emotional gut nachvollziehbar, sodass auch zusehende Jugendliche mit ihr verführt werden könnten. Die anderen Mitglieder sehen diese Gefahr nicht. Für sie macht der ausgezeichnet gespielte Film Jugendlichen deutlich, wie Radikalisierung funktionieren kann und wie man – mit sozialarbeiterischem Einsatz – aus dieser Sackgasse auch wieder herausfinden kann. Die Empfehlung führt daher zu einem „Empfehlenswert ab 14 Jahren“, und zwar als Diskussionsfilm, um nahezulegen, dass der Film nach Möglichkeit reflektiert werden sollte.
Zu dem Streifen gibt es auch Unterrichtsmaterialien: http://www.thimfilm.at/content/672


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