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Titel

Die beste aller Welten

Originaltitel

Die beste aller Welten

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2017

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:42:48 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Adrian Goiginger

DarstellerInnen

Verena Altenberger (Helga), Jeremy Miliker (Adrian), Lukas Miko (Günter), Michael Pink (Grieche)

Verleiher

Filmcasino & Polyfilm Betriebs GmbH

Inhalt

Regisseur Adrian Goiginger inszeniert mit dem vorliegenden Spielfilm ein Kapitel seiner Kindheit: Der siebenjährige Adrian wächst Ende der 90er Jahre in der Stadt Salzburg auf. Seine liebevolle Mutter Helga bemüht sich, ihm eine schöne Kindheit zu bieten. Wäre da nicht ihre Heroinsucht. Wenn Helga unter Drogeneinfluss steht, kann sie ihre Verantwortung Adrian gegenüber nicht wahrnehmen. Er ist dann auf sich allein gestellt oder wird vom Junkie-Freundeskreis seiner Mutter betreut. Nach außen versucht Helga das Bild einer normalen Familie zu wahren, doch Schule und Jugendamt beginnen, Argwohn zu schöpfen …

Alterskennzeichnung

Der Film ist großteils aus Adrians Sicht geschildert und zieht zusehende Kinder somit noch stärker in den Alltag des Siebenjährigen, zu dem auch Zigaretten rauchen, Bier trinken und Knallkörper werfen gehören. Adrian erlebt auch viele extreme Situationen: Zu den beklemmenderen Szenen zählen ein Leichenfund, heftige Auseinandersetzungen unter den Erwachsenen sowie der brutale Versuch eines Freundes der Mutter, Adrian gewaltsam Wodka einzuflößen. Auch dass Adrian mithilft, Drogencocktails zu brauen, und seine Freizeit in einer „Opiumhöhle“ verbringen muss, sieht die Kommission belastend.
All diese Eindrücke würden die höchstmögliche Altersfreigabe nahelegen, doch es gibt einige entlastende Punkte: So gibt es für die Hauptfiguren ein Happy-End; auch zeigt der Film, dass es einen Ausweg aus der Heroinsucht gibt. Weiters sind Drogenkonsum und -wirkung so gezeigt, dass sie abschreckend wirken. Somit sieht die Kommission eine Freigabe ab 14 Jahren als angemessen an.

Positivkennzeichnung

Das Drama überzeugt formal, die Darsteller/innen sind ausgezeichnet gecastet und überzeugen in ihrem Spiel. Inhaltlich wird ein guter Einblick geboten, wie ein Leben mit Drogenabhängigkeit aussehen kann – und wie das Aufwachsen mit süchtigen Bezugspersonen. Dabei geht der Regisseur mit seinen Figuren stets respektvoll um und schwingt auch keine Moralkeule. Die Kommission stuft den Film daher als „sehr empfehlenswert ab 16 Jahren als Drama zum Thema Sucht und Drogenproblematik“ ein. Allerdings setzt der Spielfilm auch die Bereitschaft voraus, sich mit den Themen des Films ernsthaft auseinandersetzen zu wollen.


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