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Titel

Borg/McEnroe

Originaltitel

Borg vs. McEnroe

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2017

Herkunftsländer

Schweden

Länge

01:47:42 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

Janus Metz Pedersen

DarstellerInnen

Shia LaBeouf (John McEnroe), Sverrir Gudnason (Björn Borg), Stellan Skarsgard (Lennart Bergelin), David Bamber (George Barnes), Tuva Novotny (Mariana Simionescu), Jane Perry (Kay McEnroe), Robert Emms (Vitas Gerulaitis), Claes Ljungmark (Mats Hasselqvist)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

„Borg/McEnroe“ zeigt das erste Aufeinandertreffen der beiden Tennissuperstars im Jahr 1980 in Wimbledon und ihren jeweiligen Weg dorthin. John McEnroe, der Heißsporn, der bis dahin mehr für seine Wutausbrüche berühmt wurde als für seine Leistungen auf dem Tennisplatz, und Björn Borg, die „Maschine“, die während des Spiels emotionslos und berechnend wirkt, sind die Protagonisten in einem sehr authentischen Blick hinter die Kulissen des Spitzensports.
In Rückblicken erfahren wir etwas über die Herkunft der beiden und während das alles bedeutende Finale des Tennisturniers in Wimbledon immer näher rückt und die Spannung steigt, bauen sich zwei komplexe Charaktere vor unseren Augen auf …

Alterskennzeichnung

„Borg/McEnroe“ ist kein Kinderfilm. Zu untypisch ist die dramaturgische Struktur, zu wenig wird geradlinig erzählt. Die durchgehend bedrückende Stimmung, die sich mit dem näherkommenden Aufeinandertreffen immer mehr verdichtet, und die alles vereinnahmende Verbissenheit der beiden Stars können auf Kinder verstörend wirken.
Der mit den 80ern einhergehende, flapsige Konsum von Zigaretten und Alkohol, die teils derbe Sprache von John McEnroe und die ausschließliche Fokussierung auf Sieg bei Spitzensportlern lassen die Kommission den Film daher einstimmig ab 8 Jahren freigeben.

Positivkennzeichnung

Wäre das Gezeigte erfunden, könnte man dem Film manches Klischee vorwerfen. Da die Handlung aber auf wahren Begebenheiten beruht, entfaltet sich ein authentisches Bild von zwei getriebenen Gegnern, die für das damalige Publikum verschiedener nicht hätten sein können, aber durch die feine Inszenierung des dänischen Regisseurs immer mehr als Brüder im Geiste erkannt werden und als Identifikationsfiguren zugänglich werden.
Der feinfühlige Rückblick auf eine vergangene Sportära kann Jugendlichen von heute zeigen, wie steil der Lebensweg sein kann, wie sehr man abhängig ist von anderen Menschen und dass Talent alleine nicht reicht, um erfolgreich werden zu können. Obwohl Björn Borg im Jahr 1980 bereits vier Mal das Turnier von Wimbledon gewonnen hat, zählt nur das Rekorde brechende fünfte Mal. Und nur ein Sieg scheint ein glückliches Leben möglich zu machen.
Der elterliche Druck der beiden Protagonisten – gezeigt durch Rückblenden – lässt die Zuseher/innen mitfühlen und man erkennt sich selbst inmitten seiner Hoffnungen, Ängste und Träume.
Nach all der Rivalität, die von der Presse und den Sportfunktionären angefacht wird, steht ein versöhnliches Ende: ein zufälliges Treffen am Flughafen und eine spätere, lebenslange Freundschaft der ehemaligen „Todfeinde“. Der Kampf mit den eigenen Dämonen zwischen Talent und Selbstbeherrschung ist derart gut in Szene gesetzt, dass die Kommission den Film einstimmig als „Sehr empfehlenswert ab 14 Jahren als Sportlerbiografie“ einstuft.


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