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Titel

Erde

Originaltitel

Erde

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2019

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:56:00 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt., tlw. OmU

Sprache Ton

Regie

Nikolaus Geyrhalter

DarstellerInnen

Dokumentation

Verleiher

Stadtkino

Inhalt

Mehrere Milliarden Tonnen Erde jährlich werden durch den Menschen bewegt. Die Maschinen, die dabei zum Einsatz kommen, werden immer größer und spezialisierter. Die Arbeiten können so immer schneller und effizienter durchgeführt werden. Den österreichischen Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter interessiert die Tatsache, dass der Mensch die Erdoberfläche mittlerweile weit stärker verändert als Wind, Wasser und Gletscher zusammen. Um die Dimension sichtbar zu machen, besucht er sieben Großprojekte. Auf einer riesigen Baustelle in Kalifornien, im Brennerbasistunnel, beim ungarischen Braunkohletagebau, im Marmorsteinbruch von Carrara, in einem deutschen Atommüllendlager, einer spanische Kupfermine und rund um ein Frackinggebiet in Kanada schaut er Menschen beim Arbeiten zu. Er beobachtet sie bei der Bedienung riesiger Maschinen, die die Erde aufwühlen, umschichten und abtransportieren. Er zeigt, wie ein gigantischer Tunnelbohrer immer tiefer den Berg vordringt, und ist hautnah bei diversen Sprengungen dabei. Luftaufnahmen lassen das teilweise gigantische Ausmaß erahnen und Gespräche mit den Menschen, die auf den Baustellen und in den Bergwerken tätig sind, zeigen, dass selbst die, die sich ihren Lebensunterhalt mit diesen Tätigkeiten verdienen, das eigene Tun oft kritisch sehen.

Alterskennzeichnung

Die Dokumentation ist mit 116 Minuten deutlich über der Länge, die kleinen Kindern zuträglich ist, und diese werden wohl auch den vielen untertitelten Gesprächen nur schwer folgen können. Da er aber keinerlei jugendgefährdende Inhalte präsentiert und aufgrund seiner ruhigen Erzählweise auch keine erschreckenden Momente enthält, empfiehlt die Kommission einstimmig eine uneingeschränkte Freigabe.

Positivkennzeichnung

Mit „Erde“ ist Nikolaus Geyrhalter ein Film gelungen, der der doppelten Bedeutung seines Titels absolut gerecht wird. Seine eindringlichen Bilder laden zur Beobachtung ein und regen zur Reflexion unseres Machbarkeits- und Wachstumswahns an. Weil er bewusst darauf verzichtet eine offensichtliche Botschaft zu vermitteln, macht er nachdenklich und wirkt nachhaltig. Er spricht spannende Themen, wie unseren Umgang mit Ressourcen, an und führt uns an Schauplätze, die überaus interessant und anders wohl kaum zugänglich sind. Gerade in Zeiten, in denen sich viele Jugendliche von Greta Thunberg (junge schwedische Klimaschutzaktivistin) inspiriert fühlen, ist anzunehmen, dass auch ein Film wie „Erde” auf ihr Interesse stößt. Die Kommission sprach sich daher mehrheitlich für ein „Empfehlenswert als Dokumentarfilm für Jugendliche ab 12 Jahren“ aus.

Anmerkung: Mit 116 Minuten ist der gesamte Film „Erde“ im Unterricht vermutlich nur bedingt einsetzbar. Daher wird darauf hingewiesen, dass sich dieser ggf. auf sieben – auch unabhängig voneinander funktionierende Kapitel – aufteilen lässt.
Presseheft zum Film: http://tinyurl.com/y6xp8m9b


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