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Titel

Sea of Shadows

Originaltitel

Sea of Shadows

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2019

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:45:01 (hh:mm:ss)

Sprachversion

Sprache Ton

Englisch

Regie

Richard Ladkani

DarstellerInnen

Dokumentarfilm mit Romel Eduardo Ledezma Abaroa, Rafael Pacchiano Alamán, Hector Capetillo, Andrea Crosta, Marc Davis, Carlos Loret de Mola, Jack Hutton, Jacqueline Le Duc, Lorenzo Rojas-Bracho, José Eduardo Calzada Rovirosa, Cynthia Smith, Ana Lucía Hernández Sánchez, Javier & Alan Valverde

Verleiher

Stadtkino

Inhalt

Der mexikanische Golf von Kalifornien, von Jacques Cousteau auf Grund der einzigartigen Artenvielfalt einst als „Aquarium der Erde“ bezeichnet, steht kurz vor einer ökologischen Katastrophe. Schildkröten, Rochen, Delphine und die letzten Vaquitas (die kleinsten Wale der Welt) fallen den Fischernetzen zum Opfer, die den Totoaba-Fisch als Ziel haben. Dessen Schwimmblase bringt auf dem chinesischen Schwarzmarkt bis zu 100.000 Euro pro Stück.
Der Dokumentarfilm zeigt die Machenschaften rund um das sogenannte „Kokain des Meeres“ und wie verschiedene Organisationen gegen das dortige Kartell kämpfen. Dieses scheint die Polizei, das Militär und die Politik in der Hand zu haben.

Alterskennzeichnung

Die Machart des Dokumentarfilms vom Österreicher Richard Ladkani (unterstützt von Leonardo DiCaprio) erinnert an einen Hollywoodthriller. Drohnenaufnahmen, ein eindringlicher Soundtrack und actionlastige Verfolgungsjagden in der Nacht auf Land und zu Wasser treiben das Adrenalin in die Höhe.
Der scheinbar aussichtlose Kampf gegen Korruption und Habgier zieht sich durch den gesamten Film.
Die dramatischsten Szenen sind Bilder einer Überwachungskamera, bei der man die Ermordung eines Polizisten sieht, und der Todeskampf eines Miniwals, der kurz nachdem ihn Wissenschaftler/innen einfangen, um ihn vor den Fangnetzen zu bewahren, an einer Panikattacke stirbt.
Morddrohungen gegen Journalist/innen, Informant/innen und Wissenschaftler/innen verstärken die durchgehende, unsichtbare Bedrohung durch das Kartell. Der Film lässt einen nicht kalt und manche Szenen sind nichts für Zartbesaitete.
Die Kommission empfiehlt den Film ab 12 Jahren freizugeben.

Positivkennzeichnung

Der Konflikt rund um eine einzige Fischart repräsentiert den weltweiten Umgang mit bedrohten Ressourcen in Bezug auf Geld, Macht und Habgier. Das Netzwerk hinter dem illegalen Fischfang, den Schmuggler/innen, den Politiker/innen, den Konsument/innen in China bis hin zu den sozialen Notständen der gesetzestreuen Fischer/innen, deren Existenz bedroht ist, beleuchtet der Film objektiv.
Damit bietet „Sea of Shadows“ eine Fülle an Themen, die diskutiert werden können, und zeigt auf unser Verhalten im Bezug auf Nachhaltigkeit und Integrität. Viele unserer gesellschaftlichen Errungenschaften erscheinen dadurch umso wertvoller und wollen durch den Dokumentarfilm hinterfragt und vielleicht neu bewertet werden.
Obwohl der Film einen aussichtslosen Kampf gegen Korruption, Bürokratie und unmenschliche Geldgier zeigt, bietet er auch einen Lichtblick mit einzelnen Menschen, die für „das Gute“ kämpfen. Sei es der Umweltaktivist, der jeden einzelnen geretteten Fisch für wichtig befindet, oder ein landesweit bekannter TV-Journalist, der versucht die Machenschaften des Kartells aufzudecken und folglich in alltäglicher Todesangst leben muss. Diese Menschen wirken als idealistische Vorbilder im Kampf gegen unüberwindbare Widrigkeiten. Die Kommission empfiehlt den Film einstimmig als „sehr empfehlenswert als Dokumentarfilm ab 14 Jahren“.


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