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Titel

Das schaurige Haus

Originaltitel

Das schaurige Haus

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2020

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:38:54 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Daniel Prochaska

DarstellerInnen

Leon Orlandianyi (Hendrik), Benno Rosskopf (Eddi), Julia Koschitz (Sabine), Marii Weichsler (Ida), Lars Bitterlich (Fritz), Michael Pink (Gerold Röckl), Inge Maux (Frau Seelos), Markus Stubeier (Armin Felsberger), Luca Streussnig (Chris), Elfride Schüsseleder (Die Alte), Michael Somma (Ralf), Finn Reiter (Roland)

Verleiher

Filmladen Filmverleih GmbH

Inhalt

Der 16-jährige Hendrik zieht mit seinem 8-jährigen Bruder Eddi und seiner Mutter Sabine von Hannover nach Bad Eisenkappel in Kärnten. Sabine hat dort einen neuen Job in der Obir Tropfsteinhöhle. Der Ortswechsel soll für die Familie hilfreich dabei sein, mit dem Unfalltod des Vaters besser zurechtzukommen. Mit dem heruntergekommenen Haus, das ihnen vom aufdringlichen Immobilienmakler Gerold Röckl vermittelt wurde, scheint aber einiges nicht zu stimmen. Eddi wird zum Schlafwandler, ist zeitweilig „besessen“ und spricht in diesem Zustand dann auch noch Slowenisch. Hendrik selbst hat immer öfter Alpträume. Um dem Rätsel des Hauses auf die Spur zu kommen, tut sich Hendrik mit dem schlauen Fritz zusammen und auch Ida, die etwas Slowenisch spricht, schließt sich ihnen an …

Alterskennzeichnung

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Martina Wildner (aus der so genannten „Allgäu-Grusel-Trilogie“, 2012) ist der Film von Beginn an gruselig. Immer wieder gibt es Schreckmomente und für das Genre typische Elemente wie etwa knarrende Türen, verschrobene Figuren (z.B. die Nachbarin) oder düstere Schauplätze (z.B. den Friedhof). Die Spannung wird stets durch schaurige Toneffekte verstärkt. Die Besessenheit von Eddi bzw. später als Steigerung auch noch jene von Hendrik wird jeweils durch die gänzlich schwarzen Augen und die tieferen Stimmen erkennbar. Für jüngere Kinder sind diese Veränderungen der Identifikationsfiguren zu stark ängstigend. Auch Themen wie Mord und Rache sind für diese Altersgruppe zu sehr angstbesetzt. Szenenfolgen wie etwa jene, als Röckl Hendrik und Ida mit einem Gewehr verfolgt und ihnen in der Höhle trotz der großen Gefahr, in der sie sich befinden, bewusst nicht zu Hilfe kommt, sind ebenfalls zu stark ängstigend für Jüngere. Der durchgängige Spannungsbogen und die sich bis zum Schluss hin steigernde Spannung stellen für jüngere Kinder eine Überforderung dar. Eine Szene mit durchaus realistischer Gewalt ist jene, in der Traktorfahrer Chris den „Schei…Pie…“ Hendrik mit der Faust ins Gesicht schlägt (mit äußerst blutigen Folgen für Hendrik). Für Kinder ab zehn Jahren gibt es allerdings auch einige entlastende Elemente. Hendrik, Ida und Fritz wirken fast immer souverän, gehen mit dem Thema Besessenheit sehr cool um und sie lassen sich von den Geistern kaum beeindrucken. Auch Szenen am Badesee oder Szenen der Freundschaft bzw. Ersten Liebe wirken entlastend (Freigabeempfehlung: ab 10 Jahren).

Positivkennzeichnung

Der handwerklich gut gemachte Film wird Jugendliche ab zwölf Jahren ansprechen, die sich gerne gruseln. Ganz auf der Höhe der Zeit wird etwa die Kommunikation der Jugendlichen übers Smartphone mit eingebunden. Themen wie die alleinerziehende, berufstätige Mutter oder die durch den Umzug bedingte Fremdheit am neuen Wohnort werden realitätsnahe abgehandelt. Abgesehen von den „Hinterwäldlern“ (gemeint sind hier die beiden „Wetter-Männer“) und von der etwas überzogenen Figur des Röckl versucht der Film auch, allzu klischee- bzw. klamaukhafte Erwachsenenfiguren zu vermeiden. In den Hauptrollen gut gespielt werden traditionelle Rollenbilder aufgebrochen, indem diesmal ein taffes Mädchen den Burschen retten darf („empfehlenswert als Gruselfilm ab 12 Jahren“).


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