Titel: FlyOriginaltitel: FlyFilmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2021Herkunftsländer: DeutschlandLänge: 01:50:18 (hh:mm:ss)Sprachversion: deutschSprache Ton: Regie: Katja von Garnier DarstellerInnen: Svenja Jung (Bex), Ben Wichert (Jay), Jasmin Tabatabai (Ava), Nicolette Krebitz (Sara), Katja Riemann (Dr. Goldberg), Aleksandar Jovanovic (Herr Hartmann) Verleiher: Constantin FilmInhalt: Bex sitzt im Gefängnis. Sie hat einen Autounfall verursacht, bei dem ein Beteiligter eine vielleicht lebenslange Behinderung davongetragen hat. Diese Last liegt schwer auf der 20-Jährigen, doch sie weiß nicht, wie sie mit Trauma und Schuld umgehen soll. Das ändert sich, als sie an einem Streetdance-Workshop teilnimmt. Im Tanz kann sie sich ausdrücken. Sie verliebt sich in einen anderen Teilnehmer und bringt die Kraft auf, sich ihrer Tat zu stellen. Doch bis es zu einem Happy End kommt, muss sie noch mit ein paar Rückschlägen kämpfen ...Alterskennzeichnung: Belastend für Kinder sind die derbe Sprache und der herbe Umgang der handelnden Personen, wobei letzterer im Laufe der Handlung verschwindet, weil die Teilnehmenden des Tanzworkshops zu einer Gruppe zusammenwachsen.Die Musik kann manchmal in ihrer Intensität jüngere Kinder verstören. Weiters wird auch das Genre „Gangsta-Rap“ gespielt, womit jugendschutzrelevante Texte zu hören sind, die aber vermutlich von niemandem verstanden werden. Kurz ist auch zu sehen, wie die Hauptfigur sich ritzt. Und dann sind da noch Angstträume von Wassermassen. In einem dieser Träume droht Bex fast zu ertrinken, die Situation wird aber sehr rasch aufgelöst – wie auch alle anderen Belastungen nur von kurzer Dauer sind. Die Handlung ist vorhersehbar und klischeehaft, was wenig Spannung aufkommen lässt und somit ebenfalls entlastend wirkt. In Abwägung aller Argumente empfiehlt die Kommission eine Freigabe ab 8 Jahren. Ab diesem Alter können Kinder mit den angeführten Belastungen umgehen, zumal der Film ein Happy End aufweist.Positivkennzeichnung: Die Empfehlung der Kommission beschränkt sich auf die Tanzperformances, die einen guten Teil des Films ausmachen. Während die restliche Handlung klischeebeladen und hervorsehbar ist, sind die getanzten Szenen technisch und künstlerisch hochwertig.Im Tanz ist die persönliche Entwicklung der Figuren ausdrucksstark dargestellt, die Entstehung einer Gemeinschaft unter den Tanzenden wird nachvollziehbar. Jugendlichen wird hier ein Einblick gegeben, wie man Dinge im Tanz formulieren kann, die sich mit Worten nur schlecht ausdrücken lassen. Man kann aber auch einfach nur genießen, wie Menschen im Tanz einander näherkommen oder sie sich tanzend mit bildender Kunst auseinandersetzen.Die zahlreichen Facetten, die sich während der Tanzszenen erschließen, bewegen die Kommission, den Film als Tanzfilm ab 12 Jahren zu empfehlen.
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