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Titel

Rubikon

Originaltitel

Rubikon

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2022

Herkunftsländer

Österreich

Länge

01:49:36 (hh:mm:ss)

Sprachversion

deutsch

Sprache Ton

Regie

Magdalena Lauritsch

DarstellerInnen

Julia Franz Richter (Hannah), George Blagden (Gavin), Mark Ivanir (Dimitri), Nick Monu (Philipp Jenson), Daniela Kong (Tracy Sato), Konstantin Frolov (Danilo), Hannah Rang (Knopf), Lupo Grujcic (Sergio), Jonas Gerzabek (Little Knopf)

Verleiher

Filmladen

Inhalt

2056. Die Erde wird von skrupellosen Konzernen regiert und ist aufgrund der fortgeschrittenen Umweltzerstörung weitgehend unbewohnbar geworden. Die Soldatin Hannah (Julia Franz Richter), die als Söldnerin für einen der großen Konzerne arbeitet, und der Chemiker Gavin (George Blagden) sind auf dem Weg zur titelgebenden Raumstation Rubikon. Offiziell sollen sie die aktuelle Besatzung ablösen, heimlich hat jede/r der beiden noch mindestens eine weitere Agenda. Nach einem etwas unrund verlaufenen Andockmanöver beginnen sie ihren Dienst. Der unter anderem darin besteht, dass sie, gemeinsam mit dem Arzt und Wissenschaftler Dimitri Krylow (Mark Ivanir), Algen (weiter)entwickeln, die CO2 in Sauerstoff und menschliche Ausscheidungen in Nahrung verwandeln können. Der Rest der Crew will zur Erde zurückkehren, doch eine giftige Wolke, die sich rasend schnell ausbreitet, unterbricht alle Funkkontakte und verursacht den Absturz des Shuttles, in dem sich auch Krylows Sohn Danilo befunden hat. Die verbliebene Besatzung ist sich uneins in der Beantwortung der ethisch-moralisch schwierigen Frage, ob es sinnvoller ist die gefährliche Reise zur Erde antreten oder ob sie besser daran tun, mit ihren Algen in der autarken Raumstation zu bleiben …

Alterskennzeichnung

Der Film ist zwar über weite Strecken von einem recht pessimistischen Weltbild geprägt, er enthält aber wenig belastende und kaum verstörende Szenen. Als entlastend wurde zudem angeführt, dass er eindeutig als utopische Erzählung erkennbar ist. Da er allerdings thematisch geschickt an den Ängsten der Fridays-for-Future-Generation anknüpft, stellte sich der Kommission die Frage, ob nicht dadurch einiges für jüngere Zuseher/innen recht schwer zu verarbeiten ist. Diskutiert wurde, neben dem gut nachvollziehbaren Weltuntergangsszenario vor allem der Suizid jenes Protagonisten, der mit einem „There is no Planet B“-Plakat in seiner Schlafkoje das wahrscheinlich größte Identifikationspotential bietet. Da aber schnell klar wird, dass die Aktion vollkommen sinnlos war, und auch als entlastend gewertet werden kann, dass der Film mit einem Hoffnungsschimmer endet, entschied sich die Kommission mehrheitlich für eine Freigabe ab 12 Jahren.

Positivkennzeichnung

Der erst 24-jährigen Regisseurin und Filmakademieabsolventin Magdalena Lauritsch ist mit ihrem Langfilmdebut ein durchaus beachtlicher Science-Fiction-Streifen gelungen. Das Drehbuch, das sie gemeinsam mit Jessica Lind verfasst hat, spielt intelligent mit den Konventionen des Genres, zeichnet komplexe Protagonist/innen und entwirft interessante moralische Dilemmata. Hervorragend auch die schauspielerische Leistung, vor allem der starken weiblichen Hauptfigur, die von Julia Franz Richter verkörpert wird. Der Film, den nur einige kleine Schwächen von einem sehr empfehlenswert trennen, bietet einiges an Schauwerten und ist wohl auch ob der Behandlung komplexer ethisch-moralischer Fragen für Jugendliche ab der Pubertät interessant. Die Kommission wertet ihn daher als empfehlenswert als Science-Fiction-Film ab 12 Jahren.


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