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Titel

Zeiten des Umbruchs

Originaltitel

Armageddon Time

Filmtyp

Langfilm

Herstellungsjahr

2022

Herkunftsländer

Brasilien, USA

Länge

01:54:55 (hh:mm:ss)

Sprachversion

dt.synchr.

Sprache Ton

Regie

James Gray

DarstellerInnen

Anne Hathaway (Esther Graff (Pauls Mutter)), Anthony Hopkins (Aaron Graff (Pauls Großvater)), Jeremy Strong (Irving Graff (Pauls Vater)), Tovah Feldshuh (Mickey Graff (Pauls Großmutter)), Domenick Lombardozzi (Police Sergeant D'Arienzo), Michael Banks Repeta (Paul Graff), Jaylin Webb (Johnny), Ryan Sell (Ted Graff (Pauls Bruder)), Dane West (Topper Lowell (Pauls Freund)), Andrew Polk (Mr. Turkeltaub, (Pauls Lehrer)), Jacob MacKinnon (Edgar Romanelli), John Diehl (Fred Trump), Jessica Chastain (Maryanne Trump)

Verleiher

Universal Pictures International Austria GmbH

Inhalt

Amerika zu Beginn der 80er Jahre. Paul ist in der 6. Klasse und freundet sich mit einem afro-amerikanischen Schulkollegen an. Beide wollen ihrem Alltag entfliehen, während Ronald Reagan im Fernsehen davon spricht, dass diese Generation wahrscheinlich den Weltuntergang miterleben wird.
Es folgen Erlebnisse in den verschiedenen Lebenswelten eines Jugendlichen. Immer zwischen Erwartungshaltung, Hoffnung und Träumen …

Alterskennzeichnung

Der Vater kann sich oft nur mit Schlägen (mit dem Gürtel) helfen, die passive Mutter zieht sich in ihr veraltetes Rollenbild der alles schluckenden Hausfrau zurück und der Großvater versichert Paul, dass er alles werden kann, was er will. Eine Geschichte aus der Kindheit des Opas erzählt explizit von Verfolgung und Mord von Familienangehörigen.
Der Migrationshintergrund der Familie, der Alltagsrassismus und die Enttäuschung über sein schulisches Versagen sind oft Themen beim Abendessen.
Die Sprache der Kinder, der (unabsichtliche) Drogenkonsum der Jugendlichen und ein Diebstahl an der Schule geben kein gutes Vorbild ab. Dennoch wirkt alles authentisch und auf Augenhöhe des Protagonisten erzählt, und alle Aktionen, gut und schlecht, bleiben nie ohne Konsequenzen. Ein Diebstahl endet z.B. in einer Polizeistation. Wobei Paul aber dank seines Vaters mit dem Schrecken davonkommt, während sein Freund danach im System verschwindet. Die Kommission empfiehlt den Film ab 10 Jahren freizugeben.

Positivkennzeichnung

Schwere Themen werden nachvollziehbar und meist gut unterhaltend erzählt.
Obwohl Paul in einer speziellen Kultur und Zeit aufwächst, hält er dem Großwerden in einem System, in dem man zwischen Familie, Gesellschaft und Schule sozialisiert wird, einen Spiegel vor, der für Jugendliche in unserem Kulturkreis leicht verständlich ist.
Der Film zeigt vom kleinsten auf große, allgemein gültige Themen, die entweder in den 80er Jahren ihren Ursprung haben oder seitdem nicht weiter verarbeitet wurden.
Rassismus, Politik, Medienkompetenz, Rollenbilder oder Herkunft werden zeitkritisch behandelt, ohne je mit erhobenem Zeigefinger oder Genre typisch voller Pathos zu wirken.
Die Kommission empfiehlt den Film als „Empfehlenswert ab 14 Jahren, als Coming-of-Age-Drama“.


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