Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Mein Freund Barry

Originaltitel: Mein Freund Barry
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: Deutschland, Schweiz
Länge: 01:37:21 (hh:mm:ss)
Sprachversion: deutsch
Sprache Ton: Schweizerdeutsch
Regie: Markus Welter
DarstellerInnen: Paco von Wyss (Georg), Alma Büchenbacher (Resi), Max Hubacher (Benedikt), Christoph Gaugler (Pförtner), Ulrich Tukur (Prior), Mael Gallati (Célestin), Yousef 'Joe' Sweid (Julien)
Verleiher: Panda Lichtspiele Filmverleih GmbH

Inhalt: Barry (schweizerisch mit einem „a“ ausgesprochen) ist der wohl berühmteste aller helvetischen Bernhardiner. Der legendäre Lawinenhund vom Großen Sankt Bernhard wurde 1800 geboren und hat in seinem vierzehnjährigen Leben die Bergung von vierzig Lawinenopfern ermöglicht. „Mein Freund Barry“ erzählt von seinen Anfängen. Der menschliche Hauptdarsteller des Films, der zwölfjährige Bauernsohn Georg (Paco von Wyss) erkrankte auf dem Weg in ein besseres Leben in Italien an einer bösen Lungenentzündung und wurde von seinem älteren Bruder im Kloster am Großen Sankt Bernhard zurückgelassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mit Hilfe der gleichaltrigen Resi (Alma Büchenbacher), der Tochter des Lawinenhundeführers, rettet Georg einen dem Tod geweihten Welpen das Leben. Er versteckt ihn in seinem Nachtquartier und päppelt ihn mit Hilfe des großherzigen italienischen Klosterkochs auf. Da außer ihm alle der Meinung sind, dass das schwache Hundebaby von seiner Mutter gefressen wurde, muss Georg Barry versteckt halten. Doch lange lässt sich dieses Geheimnis allerdings nicht wahren. Cèlestin, der eifersüchtige Anführer der Klosterschüler, der Georg gern als Bauerntölpel verunglimpft, bezichtigt ihn des Diebstahls und setzt auch sonst alles daran die beiden auseinander zu bringen ...

Alterskennzeichnung: Der Film verfügt mit seinem jungen Hauptdarsteller über eine starke Identifikationsfigur für Kinder. Es ist daher davon auszugehen ist, dass sie all seine Probleme und Schwierigkeiten intensiv miterleben. Und derer gibt es im Lauf der 97 Minuten, die der Film dauert, einige. Da steht etwa die Begegnung mit einem Wolf ganz zu Beginn, der Verlust des Bruders, der ihn im Kloster zurückgelassen hat, das Mobbing durch die Klosterschüler und eine Reihe von Spannungsmomenten. Zudem ist der Film teilweise recht elliptisch erzählt, enthält also Zeitsprünge, bei denen auf eine Szene recht unmittelbar in eine ganz andere folgt. All das dürfte auf ein ganz junges Publikum überfordernd wirken. Die Kommission empfiehlt „Mein Freund Barry“ daher einstimmig eine Freigabe ab 6 Jahren.

Positivkennzeichnung: Der Film ist bedächtig erzählt, sorgfältig gemacht und hat mit Georg einen männlichen Hauptdarsteller, der unbeirrt seinen Weg geht, auch wenn er dabei jede Menge Schwierigkeiten überwinden muss. Positiv hervorgehoben wurde, dass er stets versucht konsensuelle Lösungen zu finden und dass die Zuseher/innen schließlich auch etwas über die Motive seines Antagonisten Cèlestin erfahren. Die Kommission entschied sich daher für ein „empfehlenswert als Kinderfilm ab 8 Jahren“.

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