Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Vivaldi und ich

Originaltitel: Primavera
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2025
Herkunftsländer: Frankreich, Italien
Länge: 01:51:12 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton
Regie: Damiano Michieletto
DarstellerInnen: Tecla Insolia (Cecilia), Michele Riondino (Antonio Vivaldi), Andrea Pennachi (Governor), Fabrizia Sacchi (Signora Priora), Hildegard De Stefano (Laura)
Verleiher: Filmladen Filmverleih GmbH

Inhalt: Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst Cecilia im Ospedale della Pietà auf, einem Waisenhaus für Mädchen mit einem berühmten Orchester. Zwar erhält sie dort eine musikalische Ausbildung, doch die Mädchen bleiben hinter Masken verborgen und sollen später möglichst vorteilhaft verheiratet werden. Cecilia ist eine begabte Violinistin, die sich mit dieser Zukunft nicht abfinden will. Als Antonio Vivaldi die Leitung des Orchesters übernimmt, erkennt er ihr außergewöhnliches Talent und fördert sie. Durch die Musik beginnt Cecilia, von einem selbstbestimmten Leben zu träumen. Zwischen gesellschaftlichen Zwängen, der Aussicht auf eine arrangierte Ehe und ihrem Wunsch nach Freiheit kämpft sie darum, ihren eigenen Weg zu gehen und ein Leben jenseits der starren Regeln des Heims zu finden …

Alterskennzeichnung: Das interessante und formal gut gestaltete Historiendrama ist größtenteils ruhig und atmosphärisch inszeniert, richtet sich jedoch überwiegend an ein erwachsenes Publikum. Bereits zu Beginn verstört eine drastische Szene, in der junge Kätzchen ertränkt werden. Darüber hinaus zeigt der Film immer wieder belastende Inhalte wie die Brandmarkung eines im Waisenhaus ausgesetzten Kindes, eine bedrückende Internatsatmosphäre sowie die völlige Fremdbestimmung der jungen Frauen. Die Mädchen werden auf arrangierte Ehen vorbereitet, wobei finanzielle Interessen im Vordergrund stehen. Zusätzlich finden sich eine derbe, teils sexualisierte Sprache, eine Sexszene im Zusammenhang mit einer Entjungferung, ein blutig dargestelltes geschlachtetes Schwein sowie eine brutale Szene, in der einem Mädchen der Arm gebrochen wird. Positive Entwicklungen werden meist rasch wieder zunichtegemacht. Die Musik bleibt für die Mädchen der einzige Ausweg aus ihrem trostlosen Alltag. Die insgesamt hoffnungslose und grausame Darstellung der historischen Welt kann emotional belasten. Die Kommission empfiehlt daher eine Freigabe ab 12 Jahren, da ab diesem Alter auch aufgrund des lebensfernen historischen Settings keine nachhaltige emotionale Überforderung zu erwarten ist.

Positivkennzeichnung: keine

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