Titel: Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war Originaltitel: Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war Filmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2026Herkunftsländer: Deutschland, ÖsterreichLänge: 01:38:00 (hh:mm:ss)Sprachversion: deutschSprache Ton: DeutschRegie: Regina SchillingDarstellerInnen: Dokumentarfilm mit Originalaufnahmen; Spielszenen mit: Sandra Hüller (Ingeborg Bachmann);Verleiher: Filmladen Filmverleih GmbHInhalt: Regisseurin Regina Schilling nähert sich in diesem dokumentarischen Porträt dem Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann an. Aus Archivaufnahmen, Interviews, Tagebuchauszügen und Textpassagen entsteht eine poetische Spurensuche, die zentrale Stationen von Bachmanns Leben nachzeichnet: ihre Kindheit in Kärnten, den literarischen Durchbruch innerhalb der Gruppe 47 sowie die Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch. Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert Bachmann in nachgestellten Szenen ihres letzten Aufenthalts in Rom und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Der Film beleuchtet Bachmanns Suche nach einer eigenständigen Sprache zwischen öffentlicher Anerkennung, persönlicher Isolation und existenziellen Krisen. Dabei entsteht eine sensible filmische Annäherung an eine bedeutende Autorin des 20. Jahrhunderts und an die Kraft ihrer bis heute wirkenden Literatur …Alterskennzeichnung: Der Film ist von einer durchgehend schwermütigen, teils drückenden bis erdrückenden Stimmung geprägt, die kaum entlastet wird. Themen wie Tod, Verlust und die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs ziehen sich durch die Handlung. Alkohol- und Tablettenabhängigkeit werden thematisiert, zudem ist die Hauptfigur ständig rauchend zu sehen. Panikattacken, psychische Überforderung sowie ein körperlicher und seelischer Zusammenbruch werden eindringlich dargestellt. Belastend wirken auch Schilderungen medizinischer Eingriffe wie einer Uterusentfernung. Die Protagonistin erscheint als getriebene Persönlichkeit, die selbst verletzt nicht ins Spital möchte, sondern weiterschreibt. Für jüngere Kinder könnten zudem die unterschiedlichen Erzählebenen und Zeitsprünge desorientierend wirken. Aufgrund der emotional belastenden Gesamtstimmung und der anspruchsvollen Thematik entschied die Kommission auf eine Freigabe ab 8 Jahren.Positivkennzeichnung: Das Dokudrama vermittelt auf sehr informative Weise Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann und weckt Interesse, sich intensiver mit ihrer Literatur auseinanderzusetzen. Eindrucksvoll zeigt der Film Bachmann als Frau, die sich in einem von Männern dominierten Umfeld behaupten musste und als eines der wenigen weiblichen Mitglieder der Gruppe 47 ihren eigenen künstlerischen Weg ging. Gleichzeitig entsteht ein spannendes zeitgeschichtliches Dokument, das die Übermacht und Arroganz der Männerwelt jener Zeit sichtbar macht. Besonders die großartigen Originalaufnahmen sowie die einfühlsam eingesetzten Texte tragen dazu bei, Bachmanns Sprachgewalt und Bedeutung für die österreichische Literatur erfahrbar zu machen. Der Film vermittelt ein wichtiges Stück österreichischer Literaturgeschichte. Die Kommission befand daher, den Film für ein jugendliches Publikum ab 16 Jahren mit „Empfehlenswert als Dokudrama“ hervorzuheben.
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