Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: The Invite (OmU)

Originaltitel: The Invite
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: USA
Länge: 01:47:07 (hh:mm:ss)
Sprachversion: OmU
Sprache Ton
Regie: Olivia Wilde
DarstellerInnen: Seth Rogen (Joe), Olivia Wilde (Angela), Penélope Cruz (Piña), Edward Norton (Hawk)
Verleiher: Constantin Film

Inhalt: Joe war früher Mitglied in einer Band und arbeitet nun als Musikprofessor. Die Motivation für seinen Job lässt schon länger zu wünschen übrig. Nach dem Unterricht müht er sich auf einem Klapprad nach Hause und möchte eigentlich nur mehr seine Ruhe haben. Er ist nicht gerade begeistert, als er erfährt, dass seine Frau Angela die Nachbar/innen von oben zum Abendessen eingeladen hat. Dieses Paar nervt ihn nämlich total, da es stets zu besonders unchristlichen Zeiten sehr laute Geräusche beim Sex macht. Piña, eine Psychotherapeutin, und Hawk, der zum Masseur umgeschulte Ex-Feuerwehrmann, nehmen die angespannte Stimmung zwischen Angela und Joe deutlich wahr. Und nachdem Smalltalk nicht ihre Sache ist, stellen sie bald auch einige unangenehme Fragen und machen ihren Gastgeber/innen gleichzeitig ganz ungeniert sexuelle Avancen. Dabei wird immer deutlicher, dass es um die Ehe von Angela und Joe nicht zum Besten steht.

Alterskennzeichnung: Die dritte Regiearbeit von Olivia Wilde (nach „Booksmart“ 2019 und „Don’t Worry Darling“ 2022) basiert auf der spanischen Produktion „Sentimental“ (2020, Regie: Cesc Gay). Sie richtet sich nicht an Kinder und Jugendliche, dafür fehlen Identifikationsfiguren ebenso wie jegliche Anknüpfungspunkte an den Alltag von jungen Menschen. In dem an ein Kammerspiel erinnerndes Setting in einer Wohnung geht es thematisch um die Probleme, die in einer mehrjährigen Beziehung bzw. Ehe lange schwelen können, wenn ein Paar sich damit nicht auseinandersetzt und nicht miteinander redet. Die Spannungen in Angelas und Joes Ehe kommen deutlich heraus, etwa wenn sich die beiden streiten, Gemeinheiten an den Kopf werfen oder gegenseitig anschreien. Was Erwachsene als zumindest in Ansätzen ehrliche, ernsthafte Darstellung wahrnehmen werden, könnte Kinder sowie jüngere Jugendliche überfordern, es würde auf sie nicht vorbildhaft wirken bzw. sie würden daraus eventuell die falschen Schlüsse ziehen. Im zweiten Teil des Films dominiert das Thema Sexualität (Sexpartys, Swinger-Sex, Polyamorie usw.), die Sprache wird derber und sexuelle Praktiken wie etwa „Pegging“ werden teils explizit beschrieben. Als problematisch bewertet wurde außerdem der verharmlosende Umgang mit Drogen (Rauchen eines Joints, Konsum von Alkohol) und Tabletten, die die Protagonist/innen vermeintlich „brauchen“, um lockerer zu werden. Schließlich zeigt sich, dass auch die Gäste nicht in jeder Situation souverän sind, und für die Gastgeber/innen bleibt das Ende – nachdem die Probleme endlich angesprochen wurden – offen („freigegeben ab 14 Jahren“).
Anmerkung: Der Film wurde in OmU-Fassung gesichtet.

Positivkennzeichnung: keine

<< Zurück zu den Suchergebnissen