Filmdatenbank der Jugendmedienkommission (JMK)

Details zu einem Film

Titel: Digger

Originaltitel: Digger
Filmtyp: Langfilm
Herstellungsjahr: 2026
Herkunftsländer: Großbritannien, Mexiko, USA
Länge: 02:09:22 (hh:mm:ss)
Sprachversion: dt.synchr.
Sprache Ton: 
Regie: Alejandro G. Iñárritu
DarstellerInnen: Tom Cruise (Digger Rockwell), Riz Ahmed, Aetheria Angel, Robert John Burke, Kenton Craig (Cabinet Member), Emma D'Arcy
Verleiher: Constantin Film

Inhalt: Der exzentrische Ölmagnat Digger Rockwell interessiert sich vorrangig für seine alte Katze Maggie, die er verzweifelt am Leben zu halten versucht. Weit weniger interessiert es ihn, als er von einem Mitarbeiter vor einer drohenden Umweltkatastrophe gewarnt wird, weil bei einer Bohrung in Grönland Methangas ausgetreten ist. Es kommt schließlich zu einer Explosion, in deren Folge Tsunamis ausgelöst werden und eine riesige Eismasse auf Europa zutreibt. Diggers Berater Ganesh berichtet ihm von zu Tode gekommenen Arbeitern, aber Digger will nur die Höhe des entstandenen Sachschadens bzw. seiner finanziellen Verluste wissen. In einer geheimen Sitzung auf Diggers Anwesen beraten kurz darauf die mächtigsten Männer, vom krebskranken US-Präsidenten Compson abwärts, wie sie den Planeten retten können.
Nach etwa einem Drittel des Films wird eine Meta-Ebene eingezogen, die im Theater spielt und die das Geschehen aus einem neuen Blickwinkel zeigt …

Alterskennzeichnung: Das im Film gezeigte Katastrophenszenario, das durchaus Bezüge zum aktuellen Weltgeschehen aufweist (hinsichtlich Politik, Umwelt, Klimaveränderung usw.), ist für Kinder zu bedrohlich und zu stark ängstigend. Die Skrupellosigkeit bzw. die Gesetzlosigkeit, mit der die Mächtigen agieren, wirkt desorientierend – für den Profit einiger weniger werden zahlreiche Tote in Kauf genommen. Auch die Ausweglosigkeit der Lage und das Filmende sind belastend. Alkohol wird im Übermaß konsumiert, ohne dass dies in irgendeiner Form relativiert wird. Ein Selbstmord wird gefeiert und die Krebserkrankung des Präsidenten wird höchst drastisch beschrieben bzw. gezeigt. Auch die Tatsache, dass er in einen Kühlschrank gesteckt wird, ist befremdlich. Die Dramaturgie mit den verschiedenen Erzählebenen ist für Kinder zu komplex und stellt für sie daher eine Überforderung dar. Kinder, die Tiere lieben, würden außerdem mit der Katze mitleiden. Erst für ältere Kinder wäre erkennbar, dass diese animatronisch ist. Weitere Kriterien für die Einschränkung waren die Filmlänge sowie die teils derbe und auch frauenverachtende Sprache (nach einem sexistischen Witz heißt es: „Es sind Frauen anwesend.“). Als entlastend wurden die starke Überzeichnung aller Figuren, das Fehlen von Sympathieträger/innen und der bizarre Plot bewertet, der sehr dick aufgetragen satirisch zu sein versucht, aber eigentlich nur zynisch ist. Mit einer gewissen Medienerfahrung kann alles als überspitzt, abstrakt und alltagsfern eingeordnet werden. Die Entscheidung wurde schließlich knapp mehrheitlich getroffen („freigegeben ab 12 Jahren“).

Positivkennzeichnung: keine

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