Titel: Corpus DelictiOriginaltitel: Corpus DelictiFilmtyp: LangfilmHerstellungsjahr: 2025Herkunftsländer: DeutschlandLänge: 01:43:30 (hh:mm:ss)Sprachversion: deutschSprache Ton: Regie: Lena StahlDarstellerInnen: Hannah Herzsprung (Mia Holl), Damian Hardung (Moritz Holl), Alexander Fehling (Heinrich Kramer), Christian Friedel (Lutz Rosentreter), Haley Louise Jones (Christian Bülow), Leopold Hornung (Prosecuter Bell), Imogen Kogge (Sylta Falk), Khrystyna Kutsmyda (Neighbour), Karolina Lodyga (Lizzy) Verleiher: Constantin FilmInhalt: In einer nahen Zukunft gewährleistet die durch KI gestützte sogenannte „Methode“ eine Gesellschaft, in der Gesundheit und Sicherheit über allem stehen. Voraussetzung für die total überwachte Gesellschaft ist die lückenlose Durchleuchtung des einzelnen. Körperdaten, Ernährung und psychische Zustände werden erfasst und präzise analysiert. Der anerkannten Neurologin Mia Holl ist es gelungen, die Erinnerungen und Gedanken aus dem Gehirn ihrer Patienten auszulesen, das Unterbewusstsein anzuzapfen, ist ihr nächstes Ziel. Das scheinbar perfekte System der „Methode“ gerät für die Wissenschaftlerin aber ins Wanken, als ihr Bruder Moritz, Freigeist und Systemkritiker, wegen Vergewaltigung und Mordes an einer jungen Frau angeklagt wird. Obwohl die Beweislage durch DNA-Spuren am Opfer eindeutig erscheint, glaubt Mia fest an seine Unschuld und beginnt, auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. Mit ihrer Suche nach der Wahrheit stellt sie aber die als unfehlbar geltenden Grundsätze der „Methode“ infrage und gerät damit selbst ins Visier des Regimes …Alterskennzeichnung: Der durch und durch dystopisch gezeichnete Überwachungsstaat, der Vergehen rigoros bis hin zum Einfrieren von Menschen bestraft, wirkt beklemmend. Die gesichtslosen Schergen, das klinisch nüchterne Setting der Räumlichkeiten und Betonbauten, wie auch der dramatische Score vermitteln zudem ein permanentes Gefühl der Bedrohung. Einzelne gewalthaltige Szenen und die Thematisierung von Suizid veranlassten die Kommission, den Film mit „ab 12 Jahren“ einzustufen.Positivkennzeichnung: Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Stahls Film basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Juli Zeh, verschiebt aber inhaltlich den Fokus auf eine Krimihandlung. Was passiert, wenn ein übergeordnetes System von der Privatsphäre des einzelnen im vermeintlichen Dienst des Gemeinwohls für die Gesellschaft Besitz ergreift und dadurch die Urteilskraft und Freiheit des einzelnen verloren geht, ist das bestimmende Thema der Handlung. Da der Umgang mit Künstlicher Intelligenz im realen Leben derzeit von enormer gesellschaftlicher Relevanz ist, eignet sich Lena Stahls Dystopie als annehmbarer Diskussionsfilm für „ab 12 Jahren“.
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